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Elektroautos: Mehr Schnellladesäulen an Autobahnen aufgestellt

Nach und nach stellen Anbieter mehr Säulen für schnelles Gleichstromladen von Elektroautos auf. Innogy integriert in Duisburg zusätzlich einen Batteriepuffer und ein Solardach. Doch ein Problem ist immer noch nicht gelöst.

Artikel veröffentlicht am ,
Der neue Ladepark von Innogy in Duisburg
Der neue Ladepark von Innogy in Duisburg (Bild: Innogy)

Die Anbieter Ionity, Fastned und Innogy haben in den vergangenen Wochen mehrere neue Schnellladestationen für Elektroautos in Deutschland errichtet. Damit sind künftig Ladeleistungen von bis zu 175 Kilowatt (kW) möglich, sofern die Fahrzeuge dies zulassen. Der Energiekonzern Innogy hat zusammen mit den Stadtwerken Duisburg einen Ladepark am Autobahnkreuz Duisburg-Nord zusätzlich mit einem Solardach und einer Pufferbatterie ausgestattet. Dort befinden sich auch zwei Porsche-Ladesäulen, die für ein Laden auf 800-Volt-Basis nachgerüstet werden können.

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Zudem hat der Ladenetzanbieter Ionity eine zweite Station in Deutschland eröffnet. An der Autobahnraststelle Gruibingen Süd an der Autobahn 8 zwischen Stuttgart und Ulm stehen sechs Ladesäulen zur Verfügung. Neun weitere Ladestationen von Ionity befinden sich derzeit in Deutschland im Bau, die meisten davon im Südwesten des Landes. Hinter Ionity stehen die Automobilkonzerne BMW, Daimler, Ford und Volkswagen mit Audi und Porsche. Audi sagte bei der Präsentation seines E-Tron im September in San Francisco, dass bis Ende des Jahres europaweit 100 Ionity-Stationen eröffnet werden sollen. Allerdings läuft der Ausbau in Deutschland bislang eher schleppend.

Die Elektroautos fehlen noch

Der niederländische Anbieter Fastned ist inzwischen ebenfalls mit zwei Schnellladestationen in Deutschland vertreten. Sowohl am Autohof Paderborn-Mönkeloh als auch an der Autobahn 3 bei Limburg lässt sich über das Combined Charging System (CCS) mit bis zu 175 kW laden. Das ist noch etwas mehr als bei Ionity und Innogy, wo sich derzeit mit bis zu 150 kW laden lässt.

  • Die Ladesäulen von Porsche ermöglichen derzeit eine Ladeleistung von 150 kW. (Foto: Innogy)
  • Künftig sollen sie ein Laden mit bis zu 350 kW zulassen. (Foto: Innogy)
  • Innogy speichert am Ladepark in Duisburg den Strom des Solardachs. (Foto: Innogy)
  • Der Batteriepuffer verfügt über eine Kapazität von 210 kWh. (Foto: Innogy)
  • Die anderen Ladesäulen des Herstellers Delta verfügen auch über einen Chademo-Stecker. (Foto: Innogy)
  • Die 180 Quadratmeter Solarzellen sollen jährlich Strom für 200.000 km erzeugen. (Foto: Innogy)
Die Ladesäulen von Porsche ermöglichen derzeit eine Ladeleistung von 150 kW. (Foto: Innogy)

Allerdings sind bislang noch keine Elektroautos auf dem Markt, die solch hohe Ladeleistungen ermöglichen. Der neue E-Tron lässt sich immerhin mit 150 kW laden, während der neue EQC von Daimler lediglich 115 kW zulässt. Die Elektroautos von Tesla lassen sich mit rund 125 kW laden, was bundesweit an fast 60 Superchargern möglich ist. Ziel von Audi ist es, den 95-kWh-Akku in einer halben Stunde zu 80 Prozent aufzuladen.

Batterie entlastet Stromnetz

Noch schneller soll es gehen, wenn in einigen Jahren Elektroautos mit einem 800-Volt-System auf dem Markt sind. Zwei solcher Säulen hat Innogy nun auch in Duisburg aufgestellt. Bereits im Juli 2018 hatte Porsche die ersten dieser Säulen in Berlin-Adlershof in Betrieb genommen. Der Porsche Taycan, dessen Marktstart für 2019 geplant ist, soll sich mit bis zu 350 kW aufladen lassen. Die Porsche-Ladesäulen sollen dann nachgerüstet werden. Medienberichten zufolge wird das angestrebte Ladetempo derzeit aber noch nicht erreicht.

Um den Solarstrom zu speichern und starke Belastungen des Stromnetzes ausgleichen zu können, hat Innogy zusätzlich eine Batterie mit 210 kWh Kapazität installiert. Das 180 Quadratmeter große Solardach soll jährlich Strom für rund 200.000 Fahrtkilometer liefern.

Keine Verbrauchsabrechnung möglich

Ein prinzipielles Problem haben die Betreiber aber immer noch nicht gelöst. Da es weiterhin keine eichrechtskonformen Gleichstromzähler gibt, können Innogy und Ionity bislang nur pauschal die Ladevorgänge abrechnen. Bei Ionity kostet das Laden derzeit 8 Euro. Bei Innogy seien es 7,95 Euro beziehungsweise 6,95 Euro mit Vertrag, sagte eine Sprecherin auf Anfrage von Golem.de. Wer über einen entsprechend großen Akku verfügt und beispielsweise 60 kWh nachlädt, kommt mit den Pauschalen auf einen günstigen Strompreis von 13 Cent pro kWh. Wer weniger als 25 kWh lädt, zahlt hingegen mehr als an der heimischen Steckdose.

Für Wechselstrom sind hingegen inzwischen eichrechtskonforme Systeme von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zugelassen worden. Innogy hat selbst schon vor vier Jahren eine eigene Lösung dafür entwickelt und rechnet daher bei Wechselstrom exakt nach Verbrauch ab.

Ob das Unternehmen das Konzept auf weitere Ladestationen ausdehnt, ist allerdings noch offen. Der Ladepark in Duisburg ist zunächst als Pilotprojekt geplant und soll wissenschaftlich begleitet werden. Innogy will beispielsweise herausfinden, inwieweit sich durch den Batteriepuffer die Anschlussleistung des Ladeparks reduzieren lässt. Für die Akzeptanz der Elektromobilität wäre es sicherlich dienlich, wenn es Schnellladestationen nicht nur weit entfernt auf der Autobahn, sondern wie in Duisburg auch innerhalb von Städten gebe. Dann würde es langfristig unwichtiger, über eine private Lademöglichkeit verfügen zu müssen.



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Aki-San 09. Okt 2018 / Themenstart

Gab doch die Bezahlkarte die vorallem im Bereich Parken mal Verwendung fand und nun...

Anduko 09. Okt 2018 / Themenstart

Aber ab 60% geht die Ladekurve runter. Also sinkt die Ladegeschwindigkeit. Also lieber...

ternot 09. Okt 2018 / Themenstart

Bist du Student? Wozu Flixbus? Da fahr ich lieber ICE oder fliege, so einen lahmen Bus...

Tantalus 08. Okt 2018 / Themenstart

Nachtrag: Danke an Oktavian, der den Artikel, den ich meinte, verlinkt hat: https://www...

Anduko 08. Okt 2018 / Themenstart

Auch das laden in Norwegen ist nicht kostenlos. Sicher viele "Langsamlader" in den...

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