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Ladeleistung an Laternen sehr begrenzt

Der Nachteil: Steckdosen an Laternen ermöglichen nur einphasiges Laden mit bis zu 3,7 Kilowatt. Das ist sehr wenig, wenn beispielsweise ein Tesla mit einem Akku von 100 Kilowattstunden damit aufgeladen werden muss. Über Nacht lassen sich damit jedoch kleinere Akkus mit bis zu 30 Kilowattstunden in der Garage oder an der Laterne aufladen. Der Kunde erhält dann eine monatliche Abrechnung von seinem Stromanbieter. Für Fahrzeuge mit Drehstromlader hat Ubitricity auch Kabel für bis zu 11 Kilowatt im Angebot.

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Als Kunden von Ubitricity kommen nicht nur Privatpersonen und Ladesäulenanbieter in Frage. Firmen können beispielsweise ihren Fuhrpark mit der Technik ausstatten oder Immobilienbesitzer ihre Parkplätze. Damit ist schon jetzt eine eichrechtskonforme Messung des geladenen Stroms möglich, der ärgerliche Erlebnisse wie mit dem i3s vermeidet. Zudem kooperiert Ubitricity mit Roaminganbietern wie Plugsurfing. Das spart derzeit aber kein Geld. Denn bei jedem Ladevorgang fällt zusätzlich zum Stromverbrauch eine pauschale Nutzungsgebühr von 6 Euro an. Für Dienstwagennutzer ist dann lediglich die Abrechnung einfacher.

Senat will nur offene Systeme unterstützen

Doch auch für dieses Konzept gibt es Hürden, wenn auch nicht durch das Eichrecht. So sperrt sich der Berliner Senat derzeit dagegen, mehr Straßenlaternen mit Ladepunkten für dieses System auszustatten. Zwar sind bereits 26 Laternen mit entsprechenden Steckdosen ausgerüstet worden, doch die sind noch schwerer zu finden als ein freier Parkplatz. Die von uns getestete Steckdose in der Torstraße in Berlin Mitte ist so unauffällig platziert, dass wir mit dem Auto mehrfach um den Block fahren mussten, um sie überhaupt zu finden. Es gibt kein Hinweisschild und erst recht keine reservierte Parkfläche, die im Zweifel vermutlich ohnehin von einem Verbrenner zugestellt würde.

  • Ärgerliche Rechnung: Für 0,16 kWh müssen 6,00 Euro gezahlt werden. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die typischen Ladesäulen von "Be emobil" in Berlin. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Jeder der beiden Ladepunkten hat einen eigenen Zähler, der eingesehen werden kann. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Zusätzlich gibt es einen Zähler für die gesamte Ladesäule. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Schon jetzt bietet das Berliner Unternehmen Ubitricity eine eichrechtskonforme Messung an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Zähler steckt dabei im Ladekabel und kann überall hin mitgenommen werden.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Seite der Box kann der Kunde jederzeit den Stromverbrauch ablesen.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ladepunkte lassen sich sogar in einer Straßenlaterne unterbringen.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Lademöglichhkeiten sind sehr unauffällig installiert. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An der Berliner Torstraße findet sich weder ein Hinweisschild noch ein reservierter Parkplatz. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Senat will das Konzept nur unterstützten, wenn es für andere Anbieter offen ist. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die einfachste Lademöglichkeit: Eine Steckdose, die pauschal abgrechnet wird. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Viele Ladesäulen lassen sich inzwischen per App freischalten. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Tesla bot lange Zeit für seine Superscharger den Strom kostenlos an. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Manche Firmen verschenken den Ladestrom, um Kunden anzulocken. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Schon jetzt bietet das Berliner Unternehmen Ubitricity eine eichrechtskonforme Messung an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Berliner Senat teilte auf Anfrage von Golem.de mit: "Wir stimmen ab, ob und welche Straßenlaternen als Ladesäulen in Frage kommen. Wichtig ist uns dabei, dass keine proprietären Systeme entstehen, sondern dass alle Nutzerinnen und Nutzer die Ladesäulen - ob in Laternen, ob als Ladesäule im öffentlichen oder im halb-öffentlichen Raum - nutzen können." Ob sich ein solches offenes System entwickelt, ist allerdings fraglich. So sagte Allego-Geschäftsführer Schulte: "Das Konzept des Laternenladens hat uns nicht überzeugt. Der Aufwand, geeignete Standorte zu ermitteln, ist sehr hoch, und nicht immer stimmen die technischen Voraussetzungen für die Umrüstung."

Die bisherigen Entwicklungen deuten darauf hin, dass das Kuddelmuddel beim Stromladen im Laufe des kommenden Jahres schon deutlich abnehmen könnte. Auch wenn derzeit keine Revolution beim Ausbau der Elektromobilität zu erwarten ist: Die Möglichkeit, ad hoc ohne Ladekarte direkt per App an einer Säule verbrauchsgenau bezahlen zu können, wäre schon ein großer Sprung in der Evolution.

 Anbieter verschenken Strom wegen fehlender Messung
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hrothgaar 24. Jun 2018

Solange, 1. Der Akkuwechsel um die 15.000¤ kostet, 2. ich für 300km 2 Tage brauche, 3...

Thomas8472 20. Jun 2018

Bei all diesen Problemchen sollte man nicht vergessen, das man im Grunde mit Raten...

plutoniumsulfat 20. Jun 2018

Geht bei Strom genauso.

Flasher 19. Jun 2018

Gut aber, das sollte ja wesentlich einfacher zu lösen sein, als entsprechende Zähler zu...

ravn83 18. Jun 2018

Wir halten uns also selber auf. Nur weil wir sagen, das es genau abgerechnet werden muss...


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