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Elektroautos: Ladesäulen fehlen an Raststätten

Laden an Rastplätzen ist in Deutschland wegen der mangelnden Infrastruktur kaum möglich, so das Fazit eines Linken-Politikers.
/ Andreas Donath
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Ladesäule (Bild: Andreas Donath)
Ladesäule Bild: Andreas Donath

Der Erfolg der Elektromobilität hängt auch mit ihrer Praktikabilität zusammen. Wer viel elektrisch fährt, muss auch viel laden, doch das ist an deutschen Autobahnen gar nicht so leicht. Was fehle, seien Ladesäulen an Rastplätzen, bemängelt der Linken-Politiker Victor Perli, der eine Auswertung erstellen ließ.

Der Aufbau eines Schnellladenetzes an deutschen Autobahnen kommt einem Bericht des Spiegel(öffnet im neuen Fenster) zufolge nur langsam voran. An den rund 400 Standorten des größten Betreibers Autobahn Tank & Rast GmbH gibt es demnach nur 224 Ladesäulen mit Anschlüssen von mindestens 150 kW Leistung für Elektroautos.

Ladeinfrastruktur fehlt oft noch

Insgesamt sind das 715 Ladepunkte, durchschnittlich also nur rund drei pro Raststätte. Auch bei weniger schnellen Ladesäulen seien noch längst nicht genügend Anschlüsse errichtet, heißt es in dem Bericht.

An 358 Tank-&-Rast-Standorten sind zusammen 1.359 Ladepunkte für Elektroautos vorhanden. Insgesamt gibt es (Stand 1. Februar 2022) 55.205 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland. Das geht aus Zahlen hervor, die das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage von Victor Perli, Bundestagsabgeordneter der Linken, zusammengetragen hat.

Schnelllader fehlen trotz Entgegenkommen des Bundes weiterhin

"Das Quasimonopol von Tank & Rast an den Autobahnen hemmt den ganzen Aufbau. An vielen Raststätten fehlen immer noch Schnellladepunkte, obwohl der Bund dafür fast alle Flächen praktisch kostenlos zur Verfügung stellt" , kritisierte Perli. Auf Autobahnen komme es vor allem auf die Anzahl von Schnellladesäulen an, damit Autofahrer auch weite Strecken ohne große Verzögerungen im Vergleich zu einem Auto mit Verbrennungsmotor zurücklegen könnten.


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