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Elektroautos: Lade-Navigation von iOS 14 für BMW und Ford

Apple Maps kann ab iOS 14 Routen für Elektroautos planen, bei denen Ladestopps berücksichtigt werden. Ford und BMW machen schon mit.
/ Andreas Donath
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Apple hat angekündigt, dass das Elektroauto-Laderouting in iOS integriert wird (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Apple hat angekündigt, dass das Elektroauto-Laderouting in iOS integriert wird Bild: Martin Wolf / Golem.de

Die Routenplanung für Elektroautos muss Ladestationen auf dem Weg berücksichtigen, die möglichst effizient angefahren werden müssen. So ist es aus Zeitgründen beispielsweise nicht sinnvoll, den Akku jedes Mal vollzuladen. Gleichzeitig muss die Ladegeschwindigkeit der Stationen berücksichtigt werden.

Apple hat auf der WWDC-Keynote angekündigt, dass das Elektroauto-Laderouting in iOS 14 integriert wird . Wer zu einem Ziel navigieren will, erhält automatisch Hinweise, wo und wie lange aufgeladen werden muss. Elektroautos haben derartige Navigationshilfen oft selbst an Bord, doch oft stört hier nicht aktuelles Kartenmaterial, zumal zu erwarten ist, dass Lademöglichkeiten in näherer Zeit in großer Menge entstehen werden.

Darüber hinaus gibt es hervorragende Apps wie A Better Route Planner(öffnet im neuen Fenster) , die sogar auf Wetter, Durchschnittsgeschwindigkeiten und persönliche Vorlieben Rücksicht nehmen, um die Route so effizient wie möglich zu planen. Alle guten Elektroauto-Navigationsgeräte berücksichtigen auch die Gegebenheiten des individuellen Fahrzeugs. Das muss auch Apple Maps tun – schließlich sind die Akkus unterschiedlich groß und die Ladegeschwindigkeiten ebenfalls. Die Funktion könnte auch für Interessenten von Elektroautos spannend sein: So lässt sich schließlich schon einmal ausprobieren, wie es wäre, wenn zukünftig elektrisch gefahren würde.

In Carplay wird zudem eine Suchfunktion für Ladestationen integriert. Diese Funktion ist für alle Elektroautofahrer interessant, die eher bedarfsorientiert laden wollen.

Apple arbeitet nach eigenen Angaben schon mit BMW und Ford zusammen und will im Laufe der Zeit mit vielen weiteren Herstellern kooperieren, um eine fahrzeugspezifische Navigation zu ermöglichen.

Apple integriert zudem Navigationsoptionen für Städte, in denen Restriktionen für Autofahrer gelten. Damit sind sogenannte grüne Zonen oder andere Einschränkungen gemeint, die es Autofahrern bestimmter Kategorien beispielsweise nur an bestimmten Tagen oder Uhrzeiten erlauben, zu fahren. Auch City-Maut-Zonen sollen Berücksichtigung finden.

Eine der interessantesten neuen Funktionen wird allerdings zunächst nur in einigen US-Städten und in China funktionieren: die Fahrradnavigation. Apple will hier nicht nur Informationen zur Topographie der Strecke, sondern auch Fahrradwege berücksichtigen. Wann die Funktion nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt.


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