Elektroautos: KfW-Förderprogramm für Solaranlagen schon ausgeschöpft
Die staatliche Förderbank KfW nimmt keine Anträge mehr für das neue Programm Solarstrom für Elektroautos entgegen. "Das Förderangebot ist bereits so stark in Anspruch genommen worden, dass die Fördermittel ausgeschöpft sind. Bitte stellen Sie keinen Antrag mehr" , hieß es am 27. September 2023 auf der Internetseite des KfW-Programms 442(öffnet im neuen Fenster) . Das Programm wurde erst am Vortag gestartet.
Weiter schreibt die KfW: "Sollte die Bundesregierung erneut Fördermittel für den Zuschuss 'Solarstrom für Elektroautos' bereitstellen, werden wir Sie auf dieser Seite und in unserem Newsletter informieren." In diesem Jahr lag das Gesamtvolumen nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bei 300 Millionen Euro, weitere 200 Millionen Euro plant das Bundesverkehrsministerium im kommenden Jahr bereitzustellen.
Die Bundesregierung hat für das Programm damit insgesamt 500 Millionen Euro bereitgestellt. Mit bis zu 10.200 Euro bezuschusst der Bund den "Erwerb und die Errichtung eines fabrikneuen Gesamtsystems zur Eigenstromerzeugung und -nutzung für Elektroautos im nicht öffentlichen Bereich von Wohngebäuden" . Das Gesamtsystem muss aus einer Photovoltaikanlage mit mindestens 5 kWp Spitzenleistung, einem Solarstromspeicher mit mindestens 5 kWh nutzbarer Speicherkapazität und einer nicht öffentlichen Wallbox mit mindestens 11 kW Ladeleistung bestehen.
Profitieren können nur Personen, die Eigentümer eines selbst bewohnten Gebäudes sind und ein vollelektrisches Auto besitzen oder selbst bestellt haben. Privatnutzer elektrischer Dienstwagen sind von der Förderung ausgeschlossen.
Wissing: Nerv der Bevölkerung getroffen
Angesichts der hohen Fördersumme konnten rechnerisch 50.000 Antragsteller davon profitieren, wenn der maximale Förderbetrag jeweils ausgeschöpft würde. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sprach angesichts der Antragsflut davon, dass das Programm "offensichtlich genau den Nerv der Bevölkerung" getroffen habe. Jedoch werden angesichts der exklusiven Bedingungen de facto nur Eigentümer von selbst genutzten Eigenheimen oder Mehrfamilienhäusern gefördert.
Wie viele der Antragsteller den maximalen Zuschuss beantragt haben, ist unklar. Dieser war an den Kauf einer bidirektionalen Ladestation gekoppelt. Nachdem die KfW noch kurz vor Start des Förderprogramms nur den Anbieter Sigenergy als förderfähig gelistet hatte, wurden inzwischen noch Geräte von Coppen, Flotteladen und Power James hinzugefügt.
Ebenfalls offen ist, wie viele der Antragsteller am Ende tatsächlich die Förderung erhalten. Beim früheren Förderprogramm 440 für Wallboxen wurden zwar rund 974.500 Anträge gestellt, jedoch nur 689.980 Ladepunkte gefördert . Damit wurden 180 Millionen der bereitgestellten 800 Millionen Euro nicht ausgezahlt.
Für den Antrag war zunächst nur erforderlich, die jeweiligen Kosten für die drei Komponenten anzugeben. Nach erfolgter Zusage haben die Antragsteller 24 Monate Zeit, die Rechnungen einzureichen. Dies ist von März 2024 an möglich. Spätestens sechs Monate nach dem Datum der letzten Rechnung sollte die Umsetzung des Projektes nachgewiesen werden.
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