Großbrände mit Hunderten zerstörten Autos

So wurden im Oktober 2019 am Flughafen Münster-Osnabrück rund 60 Fahrzeuge teilweise komplett zerstört und 600 beschädigt. Nachdem zunächst spekuliert worden war, dass ein Hybridfahrzeug den Brand ausgelöst haben könnte, kamen Gutachter später zu dem Schluss, dass ein Dieselauto die Brandursache darstellte. Laboruntersuchungen hätten ergeben, dass bei einem Oberklassenfahrzeug ein Bauteil der Motorelektronik defekt gewesen sei, geglüht und dadurch das Feuer ausgelöst habe, schrieb das Westfalen-Blatt.

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Bei einem Großbrand Anfang dieses Jahres in einem Parkhaus am norwegischen Flughafen Stavanger wurden gar Hunderte Autos zerstört. Auch in diesem Fall gab es zunächst Spekulationen, wonach ein Auto mit Elektroantrieb den Brand ausgelöst haben könnte. Später stellte sich jedoch heraus, dass das Feuer von einem Opel Zafira mit Dieselmotor ausgegangen war.

Der Autohersteller hatte 2015 mehrere 100.000 Zafiras wegen Brandgefahr in die Werkstätten zurückgerufen. Offenbar wurden mit dem Rückruf nicht alle Besitzer erreicht. Dennoch wird in Norwegen nun darüber gestritten, ob der hohe Anteil an Elektroautos in dem Land eine besondere Gefahr darstellt.

Brandabschnitte statt Rauchabschnitte

Angesicht der großen Schäden bei solchen Bränden ist es kein Wunder, dass auch die deutschen Brandschutzexperten bessere Vorkehrungen fordern. "Resultierend aus diesen Einsatzerfahrungen soll die Muster-Garagenverordnung angepasst werden. Statt Rauchabschnitten sollen zukünftig Brandabschnitte gebildet und die Rauchableitung mit aufgenommen werden", sagt Bachmeier.

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Was bedeutet diese Forderung? Im Gegensatz zu Rauchabschnitten müssen Brandabschnitte durch feuerbeständige Brandwände getrennt werden. Diese müssen 90 Minuten dem Feuer und einer Stoßbelastung standhalten und sollen den Übertritt von Feuer und Rauch auf benachbarte Gebäude oder Gebäudeteile verhindern. Rauchabschnitte sollen hingegen nur die Ausbreitung von Rauch im Gebäude verhindern und dadurch ausreichend lange die Personenrettung ermöglichen.

Garagenverordnung soll geändert werden

Den Vorschlag Bachmeiers haben die Bundesländer inzwischen aufgegriffen. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen teilte auf Anfrage von Golem.de mit: "Das Thema 'Elektroautos und Tiefgarage' wird derzeit in der Fachkommission Bauaufsicht der Bauministerkonferenz diskutiert. Im Rahmen der Überarbeitung der Musterverordnung über den Bau und Betrieb von Garagen (M-GarVO) vom Mai 1993 ist vorgesehen, geschlossene Garagen anstatt wie bisher in Rauchabschnitte zukünftig in Brandabschnitte zu unterteilen, um über eine wirksame räumliche Begrenzung der Flächen die Schutzziele der Bauordnung (Brandausbreitung vorbeugen und wirksame Löscharbeiten ermöglichen) sicherzustellen."

Nach Angaben des Thüringer Bauministeriums, das seit 1. Januar 2020 den Vorsitz in der Bauministerkonferenz innehat, hat die zuständige Projektgruppe bislang noch keinen Vorschlag vorgelegt. Aussagen über mögliche Inhalte könnten daher derzeit nicht getroffen werden.

Das erscheint sinnvoll.

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 Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?Mehr Forschung zu Brandverhalten gefordert 
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sw2090 27. Jan 2020

Ich glaube nicht das die FW da so unfähig sind. Das Problem ist da eher die Brandlast...

bofhl 22. Jan 2020

Interessant! Versuchen Sie mal folgendes: Ein Rohr (stellt die Abgasanlage dar...

HarHart 19. Jan 2020

Also da steht folgendes: Zuletzt gab es mehrere spektakuläre Großbrände in Parkhäusern...

h.janocha 18. Jan 2020

Lieber Klaus Wagner, einfach mal selber das machen was Sie anderen empfehlen, nämlich...

Eheran 18. Jan 2020

Moment mal, statt *100 einmal vertippen und /100 zu rechnen ist kein Verbrechen. Wie kann...



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