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Elektroautos: Evergrande will sich auf E-Mobility konzentrieren

Die chinesische Evergrande Group sucht einen Weg aus den Schulden. Künftig wolle man sich auf den Verkauf von Elektroautos spezialisieren.
/ Christian Hensen
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Mit sechs Autos wollte man starten, null sind es bisher. (Bild: Evergrande)
Mit sechs Autos wollte man starten, null sind es bisher. Bild: Evergrande

Fast 300 Milliarden US-Dollar Schulden plagen den chinesischen Immobilienverwalter Evergrande. Die Aktie des Mutterkonzerns steht auf einem historischen Tiefpunkt. Trotzdem blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft, denn eine Alternative zum Betongold scheint gefunden.

Innerhalb von nur zehn Jahren wolle man die Evergrande Group zu einem Hersteller elektrischer Fahrzeuge machen, erklärte Firmenchef Hui Ka Yan(öffnet im neuen Fenster) chinesischen Staatsmedien am Freitag. Neu ist der Plan aber nicht.

Bereits 2019 gegründet, versprach die China Evergrande New Energy Vehicle Group schon im vergangenen Jahr, dass mehrere Werke bis Ende 2020 laufen sollten und man bis 2025 zum weltweit größten Hersteller von Elektroautos wachsen wolle. Bisher hat Evergrande aber weder ein Auto in Serie gebaut, geschweige denn eines verkauft.

Zukunft der Auto-Sparte ungewiss

Mit insgesamt sechs Modellen wollte die Gruppe ursprünglich zeitnah in den Markt starten. Der aktuelle Fokus liegt jedoch eher auf der Suche nach Investoren und den Problemen der Konzernmutter.

Sofern das Unternehmen die Krise überleben sollte, dürfte das SUV Hengchi 5 das erste Fahrzeug sein, welches 2022 verkaufsfertig vom Band rollt. Erste Exemplare wurden in China bereits gesichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Weitere Großinvestitionen der Gruppe haben ebenfalls Einfluss auf den Elektroauto-Markt. Sowohl das schwedische Unternehmen NEVS, quasi Nachfolger der insolventen Saab Automobile AB, als auch große Teile des US-Unternehmens Faraday Future gehören zum Portfolio der Evergrande Group. Wie es dort im Falle einer Insolvenz der Immobiliensparte weitergeht, bleibt offen.

Zuletzt beteuerte Sono Motors , die das Elektroauto Sion im ehemaligen Werk von Saab im schwedischen Trollhättan bauen wollen, dass die Produktion nicht in Gefahr sei. Im Gegenteil: Sono Motors plant derzeit seinen Börsengang.


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