Elektroautos: EU prüft auch China-Subventionen für Tesla und BMW

Nicht nur chinesische Elektroautos sind offenbar ins Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten. In China lassen auch andere Anbieter produzieren.

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Auch der iX3 von BMW wird in China produziert und in Europa verkauft.
Auch der iX3 von BMW wird in China produziert und in Europa verkauft. (Bild: BMW)

Die Untersuchung der EU-Kommission zur möglichen Wettbewerbsverzerrung durch Elektroautos aus China betrifft offenbar auch nicht-chinesische Hersteller. Dem Wirtschaftsdienst Bloomberg zufolge untersucht die Kommission unter anderem mögliche Subventionen oder finanzielle Erleichterungen beim US-Elektroautohersteller Tesla und den europäischen Autokonzernen BMW und Renault.

Während Tesla inzwischen das Model Y auch in Europa produziert, wird das Model 3 vor allem im Werk in Schanghai gebaut. Bloomberg verweist auf Zahlen des Branchendienstes Schmidt Automotive Research, wonach Tesla in den ersten sieben Monaten dieses Jahres schätzungsweise 93.700 Exemplare des Model 3 von China nach Europa exportiert habe. Das mache 47 Prozent der gesamten Tesla-Verkäufe in Europa aus. An zweiter Stelle liege die Marke MG des Konzerns SAIC mit rund 57.500 Zulassungen.

Tesla kam dem Bericht zufolge zu Vergünstigungen, die anderen Autoherstellern zuvor in China nicht gewährt wurden. Dazu zählte die Möglichkeit, das Werk ohne ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner aufzubauen. "Steuererleichterungen, günstige Kredite und andere Formen der Unterstützung trugen dazu bei, dass China zum wichtigsten Markt für Tesla außerhalb der USA wurde", schreibt Bloomberg.

BMW und Renault mit Joint Ventures

Die EU untersucht demnach ebenfalls, ob die chinesischen Anbieter vom Staat durch günstige Kredite, Kapital aus staatlichen Investmentfonds oder die Bereitstellung von Land und Energie begünstigt wurden. Chinesische Automobilhersteller sollen auch von Subventionen in verwandten Sektoren profitieren, beispielsweise bei der Batterieproduktion und der Softwareentwicklung.

Neben Tesla wurden auch einige europäische Unternehmen wie BMW und Renault, die Elektroautos in China produzieren und in die EU importieren, in die Untersuchung einbezogen. BMW gründete vor 20 Jahren das Joint Venture BMW Brilliance Automotive. Das Werk in Shenyang ist inzwischen das weltweit größte des Konzerns und kann inzwischen 830.000 Fahrzeuge im Jahr produzieren. Für den weltweiten Markt wird dort seit 2020 der iX3 hergestellt.

In ihrer jährlichen Rede zur Lage der EU vor dem Europaparlament in Straßburg kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, dass die EU-Kommission eine mögliche Wettbewerbsverzerrung durch subventionierte chinesische Elektroautos prüfen wolle. Zur Begründung sagte sie: "Wir müssen uns gegen unfaire Praktiken verteidigen." Dabei verwies sie auf chinesische Subventionen für die Solarindustrie, die hiesige Anbieter vom Markt verdrängt hätten.

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Spiritogre 29. Sep 2023

Das große Problem von Afrika ist nun mal einfach, dass sich die Häuptlinge da die Taschen...

Spiritogre 27. Sep 2023

Genau das wundert mich immer. Warum werden alle gefördert? Einfach nur in der EU gebaute...

schueppi 27. Sep 2023

Der Dacia ist doch nur ein Versuch die alten Zoe Motoren und Akkuzellen los zu werden. ^^

schueppi 27. Sep 2023

Richtig... Und das obwohl Renault das meistverkaufte Elektroauto gebaut haben. Aber dann...



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