• IT-Karriere:
  • Services:

Elektroautos: Die ziemlich leere Umweltliste des VCD

Der Verkehrsclub Deutschland hat erstmals eine Umweltliste nur mit Elektroautos erstellt. Doch viele Modelle sind nicht vertreten, weil die Hersteller keine Daten liefern konnten. Für Langstrecken empfiehlt der Verband die Bahn oder sparsame Verbrenner.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Vom VCD empfohlen: der BMW i3
Vom VCD empfohlen: der BMW i3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kann derzeit unter ökologischen Aspekten nur wenige Elektroautos in Deutschland empfehlen. Auf der am Mittwoch in Berlin erstmals vorgestellten Umweltliste für vollelektrische Fahrzeuge finden sich nur 10 Modelle in 16 Varianten. Zudem empfiehlt der VCD drei Plugin-Hybride. Für viele Modelle lägen keine aktuellen Verbrauchsdaten nach dem WLTP-Zyklus vor, hieß es zur Begründung. Hersteller wie Audi, Citroen, Opel und Peugeot hätten die Teilnahme abgesagt. Tesla habe sich auf Nachfrage geweigert, die Akkukapazität des Model 3 zu beziffern.

Inhalt:
  1. Elektroautos: Die ziemlich leere Umweltliste des VCD
  2. Brennstoffzelle und E-Fuels keine Alternative

Berücksichtigt wurden in dem Vergleich ohnehin nur Fahrzeuge, die durch die staatliche Kaufprämie gefördert werden können (PDF). Damit fallen Teslas Model S und X sowie der Audi E-Tron 55 quattro oder der Porsche Taycan durch das Raster, aber auch der neue Mercedes EQC. "Das sind Autos mit über zwei Tonnen Gewicht. Die benötigen eine große Batterie, damit sie auf passable Reichweiten kommen", sagte der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert, zur Begründung. Der große Akku mache die Autos wiederum noch schwerer. "Die Verbräuche sind astronomisch hoch. Das macht aus ökologischer Sicht keinen Sinn."

Reichweiten für Pendler geeignet

Auf Nachfrage wollte der VCD jedoch keinen Durchschnittsverbrauch in Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer nennen, der als Mindestkriterium für die Umweltliste gilt. Als niedrig dürften derzeit 15 bis 20 kWh pro 100 Kilometer gelten. Zudem spielt für den Verband das Argument keine Rolle, dass eine größere Reichweite für viele Autofahrer ein wichtiges Kaufkriterium ist. "Für weite Strecken gilt: Die Bahn nutzen oder einen sparsamen Benziner leihen", sagte Müller-Görnert. Für Pendler mit täglichen Strecken zwischen 50 und 70 Kilometern seien die empfohlenen Autos ausreichend.

In der Liste finden sich daher eher elektrische "Auslaufmodelle" wie der BMW i3, der VW E-Golf oder der Smart EQ, die schon länger auf dem Markt sind. Bereits angekündigte neue Modelle wie der VW ID oder der Aachener E.Go sind nicht vertreten, weil sie derzeit noch nicht lieferbar sind. Das gilt auch für Modelle wie den Hyundai Ioniq Elektro, die lange Lieferzeiten haben.

Elektroautos sind sinnvoll

Stellenmarkt
  1. TOPdesk Deutschland GmbH, Kaiserslautern
  2. operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte

An neueren Modellen empfiehlt der VCD den Hyundai Kona sowie die neueren Versionen des Nissan Leaf. Von Kia sind der e-Niro und der e-Soul vertreten, von Renault der Zoe mit zwei neueren Batterievarianten. Für Transportzwecke empfiehlt der VCD den Nissan e-NV200 sowie den Renault Kangoo.

Trotz der aktuellen Debatte um die tatsächliche CO2-Bilanz der Stromer führt nach Ansicht des VCD derzeit kein Weg an den Elektroautos vorbei. "Wer jetzt einen Verbrenner kauft, ist für die nächsten 15 Jahre nicht für die Energiewende zugänglich", sagte die VCD-Vorsitzende Kerstin Haarmann bei der Vorstellung des Berichts. "Wenn wir die Klimaziele einhalten wollen, müssen wir so schnell wie möglich raus aus dem Verbrennungsmotor und hin zu emissionsfreien Antrieben."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Brennstoffzelle und E-Fuels keine Alternative 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 5,99€
  2. (-72%) 8,50€
  3. 2,49€
  4. 18,99€

whitbread 05. Sep 2019

Also ich wäre ja gerne bereit auf ein E-Auto umzusteigen. Ich denke ich habe auch ein...

Kay_Ahnung 05. Sep 2019

Naja die EEG soll eigentlich durch die CO2 Steuer abgelöst werden (zumindest nach...

Kay_Ahnung 05. Sep 2019

? EEG ist doch gar keine Steuer sondern eine Abgabe und soweit ich weiß bekommt der...

DWolf 05. Sep 2019

So sieht es aus. Ich bin mit 28 Jahre alten Benzinern dabei. Verbrauchen je nach...

/mecki78 05. Sep 2019

Nein, das habe ich nie getan. Ich habe nur in Frage gestellt, warum Mio von Menschen...


Folgen Sie uns
       


Pixel 4 XL - Test

Das Pixel 4 XL ist Googles erstes Smartphone mit einer Dualkamera. Im Test haben wir uns diese genau angeschaut.

Pixel 4 XL - Test Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test: Amazon hängt Google ab
Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test
Amazon hängt Google ab

Amazon und Google haben ihre kompakten smarten Lautsprecher überarbeitet. Wir haben den Nest Mini mit dem neuen Echo Dot mit Uhr verglichen. Google hat es sichtlich schwer, konkurrenzfähig zu Amazon zu bleiben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Digitale Assistenten Amazon verkauft dreimal mehr smarte Lautsprecher als Google
  2. Googles Hardware-Chef Osterloh weist Besuch auf smarte Lautsprecher hin
  3. Telekom Smart Speaker im Test Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Apex Pro im Test: Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber
Apex Pro im Test
Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

Steelseries bietet seine mechanische Tastatur Apex 7 auch als Pro-Modell mit besonderen Switches an: Zum Einsatz kommen sogenannte Hall-Effekt-Schalter, die ohne mechanische Kontakte auskommen. Besonders praktisch ist der einstellbare Auslösepunkt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bluetooth und Ergonomic Keyboard Microsoft-Tastaturen kommen nach Deutschland
  2. Peripheriegeräte Microsofts neue Tastaturen haben Office- und Emoji-Tasten
  3. G Pro X Gaming Keyboard Logitech lässt E-Sportler auf austauschbare Tasten tippen

    •  /