Elektroautos: Das Ende der Reichweitenangst

Fahrer von Elektroautos sind offenbar sehr zufrieden mit ihren Fahrzeugen. Die Netzbetreiber wollen künftig vor allem HPC-Lader anbieten.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Die Elektromobilität scheint den Elektroautobesitzern zu gefallen.
Die Elektromobilität scheint den Elektroautobesitzern zu gefallen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Für fast alle Fahrer von Elektroautos bleibt der Stromer auch künftig die Antriebsform ihrer Wahl. Einer Umfrage zufolge würden 98 Prozent der Befragten "auf jeden Fall" wieder ein Elektroauto kaufen. Als Hauptgründe für den Kauf nannten sie das Fahrerlebnis (81 Prozent), Umweltgründe (80 Prozent), Kostenaspekte (78 Prozent) und die innovative Technik (77 Prozent). Die Umfrage unter 1.300 Elektroautofahrern, die durchschnittlich seit drei Jahren ein eigenes Elektroauto fahren, wurde im Auftrag des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) durchgeführt.

Inhalt:
  1. Elektroautos: Das Ende der Reichweitenangst
  2. Genug Geld im Markt für Infrastruktur

Dabei sollten die Fahrer auch die Frage beantworten, inwieweit sich ihre Befürchtungen vor dem Kauf in der Praxis bestätigt haben. So gaben 73 Prozent der Befragten an, sich vorab mit dem Thema Reichweitenangst beschäftigt zu haben. Als weitere Themen folgten die Anschaffungskosten (64 Prozent), das Laden auf langen Strecken (60 Prozent), das Laden zu Hause (59 Prozent) und die Betriebskosten (44 Prozent).

Nur ein Prozent sorgt sich um die Reichweite

In der Praxis stellte das Thema Reichweitenangst nur bei einem Prozent der Befragten eine berechtigte Sorge dar. 70 Prozent haben damit gar kein Problem, während 30 Prozent es "mit Gewöhnung ok" finden. Fast 80 Prozent der Befragten betrachten hingegen die langen Lieferzeiten und jeder dritte aktuell die hohen Anschaffungskosten mit Sorge.

BDEW-Geschäftsführerin Kerstin Andreae sieht in den Umfrageergebnissen ein "sensationelles Ergebnis für die Nutzung der Elektromobilität". Die Reichweitenangst lasse sich in der Realität nicht mehr abbilden. Zudem bestätigt die Umfrage ihrer Ansicht nach, dass die Zufriedenheit mit dem öffentlichen Laden deutlich gestiegen sei und die Ladeinfrastruktur wachse. "Das privatwirtschaftlich ausgebaute Ladeangebot ist deutlich besser als sein Ruf", sagte Andreae bei der Vorstellung der Umfrage am 14. September 2022 in Berlin.

EnBW fordert 150.000 Schnellladepunkte bis 2030

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Mit Blick auf den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur setzt der baden-württembergische Stromversorger EnBW vor allem auf Ladeparks mit High-Power-Charging (HPC), die im kommenden Jahr bereits eine Leistung von bis zu 400 kW liefern sollen. Bei dem von der Ampelkoalition gesetzten Ziel von 15 Millionen Elektroautos im Jahr 2030 "brauchen wir ein Ladenetz, das 150.000 HPC-Ladepunkte beinhaltet", sagte EnBW-Vertriebschef Timo Sillober. Das bedeute eine Quote von einem HPC-Ladepunkt pro 100 Elektroautos.

Zudem entspreche dies einem Leistungsäquivalent von etwa zwei Millionen Ladepunkten mit Wechselstrom (AC). Damit spielte Sillober auf die Pläne der Regierung an, wonach bis zum Jahr 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen sollen.

Stattdessen schlägt EnBW vor: "Wir brauchen flächendeckende HPC-Infrastruktur, die deutlich mehr Leistung und ein deutlich besseres Kundenerlebnis liefert." Derzeit gebe es in Deutschland bereits 9.000 Ladepunkte mit HPC. Zwar würden die Ladeparks "sehr gerne angefahren", doch bislang gebe es noch keine Überauslastung.

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Genug Geld im Markt für Infrastruktur 
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Potrimpo 20. Sep 2022 / Themenstart

Häh?

Thorgil 19. Sep 2022 / Themenstart

Deutlich größer als bei anderen Menschen die sich unter einem Stein verstecken und...

BlindSeer 19. Sep 2022 / Themenstart

Echt? Ich sehe ständig neben dem Tankstellenschild noch ein Schild für Ladesäulen.

crazypsycho 17. Sep 2022 / Themenstart

Natürlich gibt es solche Profile. Stellen sogar den Großteil da. Die meisten können nun...

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