Elektroautos: Daimler stoppt Entwicklung neuer Verbrennermotoren

Der Autohersteller Daimler setzt auf die Elektromobilität und stoppt die Entwicklung neuer Motoren. Dies teilte Daimler-Entwicklungschef Markus Schäfer der Zeitschrift Auto, Motor und Sport(öffnet im neuen Fenster) mit.
Den Ausstieg aus der Verbrennertechnik markiert dieser Schritt nicht. Der Fokus liegt nach Angaben Schäfers jetzt auf der Elektrifizierung der Fahrzeuge. Der Konzern kann allerdings auf eine gerade neu entwickelte Motorengeneration zurückgreifen, um weiterhin Fahrzeuge mit Verbrennermotoren zu bestücken. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es keine Pläne für Neuentwicklungen gibt. Die zur Verfügung stehende Technik dürfte erst einmal ausreichen. Theoretisch könnte Daimler bei Bedarf die Entwicklung wieder aufnehmen.
Zuvor sagte Schäfer der Automobilwoche, dass das Unternehmen eine neue Plattformstrategie für Mercedes verfolge. Die Modelle der EQ-Familie wurden bisher auf den Architekturen der jeweiligen Verbrennermodelle entwickelt. Der EQC ist wie der GLC aufgebaut, der EQV basiert auf der V-Klasse. Die Ingenieure müssten nun umdenken – die Gewissheit, dass auf jeden Fall ein Verbrennermotor an Bord sei, gehöre der Vergangenheit an.
Dieser Kurswechsel soll aufgrund der großen Stückzahlen keine Kooperation mit anderen Herstellern erfordern. 2030 solle bereits jeder zweite Mercedes an das Stromnetz angeschlossen werden können – sei es als Plugin-Hybrid oder als reines Elektroauto, sagte Schäfer.
Volkswagen hatte Ende 2018 das Unternehmen für die Elektromobilität umstrukturiert . Die Werke in Emden und Hannover werden auf Elektroautos umgestellt. Im Werk Hannover werden weiterhin Verbrennerfahrzeuge gebaut, doch ab 2022 auch elektrische Fahrzeuge der I.D.-Buzz-Serie.
Volvo will keine neue Dieselmotor-Generation mehr entwickeln , sondern passt bestehende Modelle nur noch auf die neuen Abgasnormen an. Aus dem Geschäft mit Verbrennungsmotoren steigt das Unternehmen jedoch noch nicht aus .



