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Elektroautos: BASF baut Kathodenfabrik in Brandenburg

Nach Tesla investiert nun auch der Chemiekonzern BASF in ein brandenburgisches Werk für Elektromobilität. Die Kathodenproduktion soll einen sehr niedrigen CO2-Fußabdruck haben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der BASF-Standort Schwarzheide soll um eine Kathodenfabrik erweitert werden.
Der BASF-Standort Schwarzheide soll um eine Kathodenfabrik erweitert werden. (Bild: BASF)

Der Chemiekonzern BASF errichtet im brandenburgischen Schwarzheide eine neue Fabrik für Batteriematerialien. Dort sollen künftig Kathoden für die Batterien von Elektroautos produziert werden, wie das Unternehmen am Mittwoch in Ludwigshafen mitteilte. Demnach soll der Standort Vorprodukte aus einer BASF-Anlage in Finnland verwenden. Vorgesehen ist, beide Anlagen 2022 in Betrieb zu nehmen.

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Der Standort in Schwarzheide werde Kathodenmaterialien mit einer Anfangskapazität produzieren, die eine Ausstattung pro Jahr von rund 400.000 vollelektrischen Fahrzeugen ermögliche, heißt es in der Mitteilung von BASF. Die Anlage werde Teil eines mehrstufigen Investitionsplans zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge. Die Pläne waren Ende 2019 bekanntgeworden.

Die Anlagen in Finnland und Deutschland würden den Kunden "einen zuverlässigen Zugang zu maßgeschneiderten, hoch nickelhaltigen Kathodenmaterialien in der Nähe ihrer europäischen Produktionsstätten bieten", sagt Peter Schuhmacher, Präsident des BASF-Unternehmensbereichs Catalysts. Der Standort in Schwarzheide solle ein energieeffizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk nutzen. Im finnischen Harjavalta würden erneuerbare Energien, einschließlich Wasser-, Wind- und Biomassekraft, eingesetzt. Dieser Energiemix werde es ermöglichen, "Kathodenmaterialien mit einem sehr niedrigen CO2-Fußabdruck anzubieten".

Hintergrund für die BASF-Ansiedlung ist demnach eine Entscheidung der EU-Kommission, wonach die Batteriezellenfertigung in der Europäischen Union mit bis zu 3,2 Milliarden Euro bezuschusst werden kann. Dabei geht es um die Batterieallianz, an der sieben Staaten beteiligt sind. Für Deutschland gilt eine Förderobergrenze von 1,25 Milliarden Euro, die als staatliche Beihilfen beigesteuert werden können.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) begrüßten die Entscheidung von BASF. "Wir wollen die qualitativ besten und nachhaltigsten Batterien in Deutschland und Europa bauen. Ich bin überzeugt, dass innovative Kathodenmaterialien des Standorts Schwarzheide maßgeblich dazu beitragen werden, die Leistungsfähigkeit von Batteriezellen zu steigern", sagte Altmaier am Mittwoch in Berlin.

"Gerade in diesen Tagen, in denen das Bundeskabinett das Kohle-Ausstiegsgesetz beschlossen hat, ist das für Brandenburg und insbesondere die Lausitz eine sehr gute Nachricht", sagte Ministerpräsident Woidke. Das sei ein entscheidender Beitrag, um Industriearbeitsplätze in der Region zu sichern und neue zu schaffen. "Das macht Mut und gibt Rückenwind für die Aufgaben, die noch vor uns liegen", ergänzte Wirtschaftsminister Steinbach. Erst im November 2019 war es der Brandenburger Landesregierung gelungen, eine Fabrik für Elektroautos des US-Herstellers Tesla anzusiedeln. Dort sollen bis zu 500.000 Elektroautos jährlich vom Band laufen.

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