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Elektroautos: 10.000 Euro Förderung für privates Laden möglich

Wer den Strom für sein Elektroauto selbst erzeugen und speichern will, kann mit einer üppigen Förderung durch die Regierung rechnen.
/ Friedhelm Greis
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Wer mit dem eigenen Solarstrom sein Auto aufladen will, kann nun eine üppige Förderung erhalten. (Bild: Pixabay)
Wer mit dem eigenen Solarstrom sein Auto aufladen will, kann nun eine üppige Förderung erhalten. Bild: Pixabay

Die Bundesregierung will den Aufbau der privaten Ladeinfrastruktur mit bis zu 10.200 Euro pro Haushalt unterstützen. Das berichtet das ARD-Hauptstadtstudio(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. Anträge bei der staatlichen Förderbank KfW, die das Programm mit einem Volumen von 500 Millionen Euro abwickelt, können demnach vom 26. September 2023 an eingereicht werden. Das Verkehrsministerium rechne mit einer hohen fünfstelligen Zahl an Anträgen privater Haushalte.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte das Programm Ende Juni 2023 angekündigt . Dazu wolle man "die Kombination aus Fotovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Ladestation in selbst genutzten Wohngebäuden fördern" , sagte der FDP-Politiker damals.

Höchstförderung nur bei bidirektionalem Laden

Dem ARD-Bericht zufolge wird die Förderung nur dann ausgezahlt, wenn alle drei Anlagenbestandteile zusammen und neu gekauft werden. Einzelne Bereiche könnten nicht gefördert werden. Außerdem müssten Interessenten ein Elektroauto besitzen oder auf die Auslieferung warten. Der Strom aus der Fotovoltaikanlage solle zudem vorrangig zum Laden des Fahrzeugs verwendet werden.

Der Anspruch auf die maximale Fördersumme von 10.200 Euro bestehe aber nur dann, wenn das Auto für bidirektionales Laden geeignet sei und Anlagen den Strom ins Hausnetz oder ins allgemeine Stromnetz einspeisen können. Ansonsten sei die Förderung auf 9.600 Euro begrenzt.

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) begrüßte dem Bericht zufolge die Förderung von Ladeinfrastruktur grundsätzlich. Allerdings bemängelte der Verband, dass die Hürden für das Programm hoch seien. "Das werden nur Privatleute mit entsprechenden Grundstücken und entsprechenden Flächen hinbekommen" , sagte AvD-Sprecher Herbert Engelmohr der ARD und fügte hinzu: "Eigentum ist hier schon Voraussetzung, um diese Förderung in Anspruch nehmen zu können." Mieter von Stadtwohnungen gingen daher leer aus.

Die Bundesregierung hatte von November 2020 bis Oktober 2022 bereits die Anschaffung von Wallboxen gefördert . Dabei wurden 689.980 von 974.449 beantragten Ladepunkten mit je 900 Euro bezuschusst. Von den ursprünglich vorgesehenen 800 Millionen Euro des Programms wurden 180 Millionen Euro nicht ausgezahlt.


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