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Oberklasse: Ferrari, AMG und Jaguar erreichen die 1.000-PS-Marke

In der Oberklasse tritt BYD erstmals mit der Submarke Denza in Deutschland an. Anfang 2026 startet der Denza Z9 GT mit einem Preis von knapp unter 100.000 Euro. Mit Blick auf die Seitenlinie und das Heck fühlt man sich an die Kombi-Version einer deutschen Sportmarke erinnert. Der Denza Z9 GT kann die Hinterräder bis zu zehn Grad einschlagen. Somit lässt sich ein Krebsgang oder besser gesagt eine Krebsfahrt realisieren.

Eine der spektakulärsten Neuerscheinungen dürfte im kommenden Jahr der Mercedes-AMG GT werden. Das 4-türige Coupé basiert technisch auf dem AMG GT-XX, der im August 2025 auf der Teststrecke im süditalienischen Nardó reihenweise Langstreckenrekorde gebrochen hat . Zudem ermöglicht der Akku mit direktgekühlten Batteriezellen eine Ladeleistung von bis zu 1.000 kW. Denselben Wert liefern die vier Axialflussmotoren. Die Serienproduktion für das erste Mercedes-Modell auf der Leistungsplattform AMG.EA soll 2026 starten.

Neustart bei Jaguar

In der gleichen Preisklasse dürfte der neue Jaguar GT antreten. Die 5,25 m lange Limousine dürfte mindestens 150.000 Euro kosten. Die maximale Leistung des GT beträgt 735 kW (1.000 PS), die Reichweite soll bei 700 km liegen.

Die Motorleistung und der Verkaufspreis werden vom geplanten Ferrari Elettrica sogar noch überboten. Der italienische Sportwagen soll mit vier Motoren eine Leistung von 830 kW (1.113 PS) liefern . Damit soll der Sportwagen von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden beschleunigen und eine Spitzengeschwindigkeit von 310 km/h erreichen. Außerdem will Ferrari über die Elektromotoren ein Motorengeräusch erzeugen.

Anfang 2026 will Ferrari einen Ausblick auf Optik und Haptik der Designkonzepte für den Innenraum geben. Ein paar Monate später soll das komplette Fahrzeug vorgestellt werden. Der Preis wird auf 500.000 Euro geschätzt.

Polestar mit bislang teuerstem Modell

Verglichen damit ist der vollelektrische Porsche Cayenne geradezu ein Schnäppchen. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller bringt mit dem SUV sein drittes Elektroauto auf den Markt . Der Einstiegspreis liegt bei 105.000 Euro. Die Turboversion kostet ab 165.500 Euro.

In einer vergleichbaren Preisspanne hat Polestar den neuen 5 positioniert . Das Modell Dual Motor kostet ab 119.900 Euro. Für die leistungsfähigere Performance-Variante müssen Interessenten ab 142.900 Euro zahlen.

Der Polestar 5 Dual Motor hat 550 kW (748 PS) und beschleunigt Polestar zufolge von null auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Das Performance-Modell kommt auf 650 kW (884 PS) und kommt in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h.

Einen etwas niedrigeren Preis ruft Nio mit SUV EL8 ab. Einschließlich Akku kostet der Sechssitzer mindestens 95.000 Euro, allerdings ist dann kein Akkutausch an den Wechselstationen möglich. Ohne Akku liegt der Einstiegspreis bei 82.900 Euro, wobei die monatliche Batteriemiete mindestens 169 Euro kostet, bei dem großen Akku sogar 289 Euro.

Qual der Wahl beim Käufer

Die nicht einmal vollständige Aufzählung macht klar: Das Angebot an Elektroautos nimmt stetig zu. Zum einen erweitern die Hersteller ihre Portfolio nach unten oder oben, zum anderen drängen neue Hersteller auf den Markt, vor allem aus China.

Was ebenfalls auffällt, ist die Lücke bei Tesla. Da es bei sämtlichen Modellen in den vergangenen Jahren ein Facelift gab, sind technisch keine Neuerungen zu erwarten. Daher ist nicht davon auszugehen, dass die Zulassungszahlen in diesem Jahr signifikant steigen werden. Denn die Konkurrenz wird stärker, so dass Tesla nur die Möglichkeit bleibt, mithilfe von Preissenkungen den Absatz zu steigern.

Potenzielle Käufer haben mehr und mehr die Qual der Wahl. Modelle wie der CLA oder der iX3 zeigen, dass hohe Reichweiten jenseits der 500 km und hohe Ladeleistungen über 300 kW nicht mehr nur der Oberklasse vorbehalten sind, sondern Einzug in die Mittelklasse halten. Das Angebot im Klein- und Kompaktwagenbereich mit Einstiegspreisen um die 25.000 Euro nimmt ebenfalls zu.

Das ausschlaggebende Argument für die meisten Käufer dürfte weiterhin der Anschaffungspreis sein. Abschreckend wirken zudem hohe Preise für den Ladestrom an öffentlichen Säulen. Neben der Kaufprämie verfügt die Regierung dabei über einen weiteren Hebel, um die E-Mobilität attraktiver zu machen.


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