Elektroautofabrik geplant: Brandenburg bestätigt Gespräche mit Dreame Cars
Nach angekündigten Erwägungen des chinesischen Haushaltsgeräteherstellers Dreame für eine Ansiedlung eines neuen Elektroautowerks in Brandenburg hat die Landesregierung Kontakte zu dem Unternehmen bestätigt. "Es gibt Gespräche" , sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dazu am 23. September 2025 nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung mit Mecklenburg-Vorpommern. Nähere Angaben machte er aber nicht und verwies allgemein darauf, dass derartige Projekte gut und in Ruhe vorbereitet würden.
Das chinesische Unternehmen, das unter anderem Saug- und Mähroboter herstellt , hatte am 8. September 2025 angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , künftig auch in die Automobilindustrie einsteigen und Luxus-E-Autos herstellen zu wollen. Dreame zeigte in den vergangenen Wochen Entwürfe, die an den Bugatti Chiron(öffnet im neuen Fenster) und an den Bugatti Veyron(öffnet im neuen Fenster) erinnern.
Standort in Brandenburg ausgewählt
Die Marke Dreame Cars erwäge die Errichtung einer Produktionsstätte in Brandenburg, hieß es in der Mitteilung. "Der Standort wird es Dreame Cars ermöglichen, die ausgereifte lokale Lieferkette für wichtige Automobilkomponenten in dieser Region zu nutzen, den Forschungs- und Entwicklungszyklus erheblich zu verkürzen, die Logistikkosten zu senken und gleichzeitig ein effizientes Netzwerk in ganz Europa sicherzustellen" , schrieb das Unternehmen.
Der mögliche Standort befinde sich nahe dem E-Autowerk von Tesla in Grünheide, teilte das Unternehmen der Nachrichtenagentur dpa mit. Der Unternehmenschef von Dreame Technolgy, Yu Hao, habe sich für eine Standortauswahl in Deutschland ausgesprochen. Dreame Cars hat nach Unternehmensangaben ein Team von fast 1.000 Mitarbeitern zusammengestellt.
Kein vorentwickelter Standort vorhanden
Die Landesregierung hielt sich auf Nachfragen zu Dreame stets bedeckt. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, es äußere sich grundsätzlich nicht "zu Berichten über etwaige Wirtschaftsansiedlungen" . Weiter hieß es: "Selbstverständlich beobachten wir Branchenentwicklungen, insbesondere mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Brandenburg, auch über unsere Wirtschaftsförderung sehr genau."
Einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung zufolge(öffnet im neuen Fenster) gibt es in Brandenburg derzeit keinen vorentwickelten Standort für eine Fabrik in der Größenordnung der Gigafactory Grünheide. Grundsätzlich habe die Wirtschaftsförderung seit Längerem einen größeren Standort im Südwesten im Blick: zwischen dem Autobahndreieck Potsdam, Michendorf und dem Güterbahnhof Seddin (Potsdam-Mittelmark).
Dichter an Grünheide liege hingegen Gelände zwischen Fürstenwalde, Berkenbrück und Langewahl an der A12. Dieses Gelände solle als "großflächiger industriell-gewerblicher Vorsorgestandort" ausgewiesen werden. Dagegen rege sich bereits Protest.
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