Kia-Geschäftsführer nimmt sich Händler zur Brust
Auch Thomas Djuren, der Geschäftsführer von Kia Deutschland, weiß um die Problematik. "Das werden wir demnächst mit unseren Händlern intensiver besprechen" , erklärte er im Interview mit Edison. Denn die steigenden Wartungskosten bedrohten die Antriebswende und den Verkauf von Elektroautos.
Die Gründe für die Preiserhöhungen bei den Servicekosten – Investitionen in die Hochvolt-Elektrik und in die Ausbildung der Mitarbeiter – sind aus Sicht des Vertriebsexperten nur vorgeschoben. "Das ist ja grundsätzlich nichts Neues" – auch für die Arbeiten an den neuen Techniken von konventionell angetriebenen Autos müssten die Mitarbeiter ständig trainiert werden. Djuren: "Das kann keine Begründung für eine Preiserhöhung sein."


Richtig sei vielmehr, dass durch die wachsende Zahl der Elektroautos die Auslastung der Werkstätten und durch die geringeren Arbeitsumfänge die Umsatzmöglichkeiten in den Servicebetrieben allmählich sinken. "Über eine Erhöhung der Stundenverrechnungssätze versucht nun der eine oder andere Händler, dem Droh-Szenario sinkender Einnahmen zu begegnen." Am Ende des Tages aber sei das eine Milchmädchenrechnung, warnt der Kia-Geschäftsführer. "Denn wenn ich meine Preise immer weiter hochschraube, bleibt der Kunde irgendwann weg."
Tesla kennt keine Pflichttermine – nur Empfehlungen
Oder er wechselt zu einer anderen Marke: Bei Tesla gibt es keine festgeschriebenen Service-Intervalle und Jahresinspektionen. Das Unternehmen "empfiehlt" lediglich, den Zustand der Bremsflüssigkeit – die Wasser ziehen könnte – alle vier Jahre zu überprüfen, die Klimaanlage alle sechs Jahre.
Den Luftfilter rät der Elektroauto-Pionier alle zwei und den HEPA-Filter (zur Abscheidung von Schwebstoffen aus der Luft) alle drei Jahre zu wechseln. In einem Tesla-Center – oder gerne auch in Eigenleistung. Die Garantie bleibt trotzdem bestehen.
Hinweis: Dieser Artikel ist am 16. Januar 2026 zuerst bei unserem Kooperationspartner Edison.media erschienen(öffnet im neuen Fenster) .



