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Tesla in der Krise?

Immerhin halte Musk "zur Abwechslung mal ein Versprechen", titelte Die Welt, als Musk wie geplant einen riesigen Netzspeicher in Australien übergab. Musk hatte gewettet, er werde den Speicher in 100 Tagen nach Vertragsabschluss bauen. Falls nicht, übernehme Tesla die Kosten - rund 50 Millionen US-Dollar. Das klang dramatischer, als es war: Als der Vertrag mit dem australischen Bundesstaat Ende September unterzeichnet wurde, war schon ein nicht unerheblicher Teil der Anlage fertig, so dass die Anlage fristgemäß übergeben werden konnte - und Musk seine Aufmerksamkeit bekam.

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Ansonsten beherrschte das Wort Krise die Schlagzeilen im Zusammenhang mit Tesla. "Längst haben sich die Analysten und Investoren daran gewöhnt, dass Tesla Wachstumsziele nicht erreicht oder noch mehr Verluste einfährt als erwartet", schrieb die Welt Ende November. Analysten raten sogar schon vom Kauf der Tesla-Aktie ab. "Erst haben sie Elon Musk hochgejubelt. Jetzt lassen die Anleger die Aktien seines Elektroautobauers Tesla wie heiße Kartoffeln fallen", kommentierte die Berliner Zeitung. Die dpa schrieb: "Einem Superstar des Silicon Valley bläst der Gegenwind ins Gesicht."

  • Teslas Elektroauto Model S ist eine Limousine der Oberklasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Form erinnert an einen Aston Martin Vantage oder einen Jaguar F-Type Coupé. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto ist relativ groß, ... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... was das Manövrieren in engen Parkhäusern nicht unbedingt vereinfacht. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Innere: Die Sitze sind aus Leder. Das große Display fällt auf. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Da, wo bei anderen Autos der Motor ist, gibt es beim Tesla Stauraum. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Verarbeitung überzeugte uns nicht immer - etwa bei dieser Abdeckung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto hat einige schicke Details, wie die versenkbaren Türgriffe, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... die zum Öffnen ausfahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Schlüssel, der eine Fernbedienung ist, hat die Form des Autos. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein Blick unter die Karosserie des Tesla Model S (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Motor sitzt hinten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Lenkung mit dem Antrieb für den Lenkassistenten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Akku steckt im Unterboden ... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... und muss geladen werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Am besten wird das Auto an einem von Teslas Superchargern geladen, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... von denen wir auf unseren Touren ... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... diverse kennenlernten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Einige davon waren gut besucht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Supercharger haben einen Transformator. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Am Supercharger hängt das Kabel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Kabel für andere Ladessyteme ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... gehören zur Bordausstattung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem großen Bildschirm im Auto wird der Status des Ladens angezeigt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wird der Ladevorgang zu einer Kaffeepause genutzt, kann der Status auch über die App abgerufen werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto ist natürlich vernetzt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Gut gefallen hat uns das große Display, auf dem beispielsweise die Bedienungsanleitung angezeigt wird. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Darüber können diverse Fahrzeugparameter gesteuert werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Außerdem lässt sich der Stromverbrauch abrufen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Es ist auch das Navigationssystem. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Fahrtrichtung und Energiestatus sowie Fahrzeugumgebung werden auf dem Instrumentendisplay angezeigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Besonders interessiert hat uns der Autopilot, das System für automatisiertes Fahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die dafür nötigen Sensoren stecken hinter der Karosserie. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Version 8.0 des Systems verlangt, dass der Fahrer die Hände am Lenkrad behält, oder das System schaltet sich ab. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nicht immer funktioniert das System überzeugend: Es verursachte eine Kollision, bei der ein Außenspiegel beschädigt wurde. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Teslas Elektroauto Model S ist eine Limousine der Oberklasse. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Tatsächlich sind die Zahlen nicht gut: Im dritten Quartal 2017 konnte Tesla zwar den Umsatz steigern, sogar um 30 Prozent. Das galt aber auch für die Verluste: Sie betrugen 619 Millionen US-Dollar, so viel wie nie zuvor in einem Quartal. Im dritten Quartal 2016 hatte Tesla noch ein Plus von 22 Millionen Dollar ausgewiesen. 480.000 US-Dollar, so haben Kollegen der US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg kürzlich ausgerechnet, verliere Tesla - in der Stunde!

Tesla steht unter Druck

Tesla - und damit Musk - steht unter Druck. Und den bekommen andere zu spüren, darunter offenbar die Mitarbeiter des Unternehmens. Im Herbst kündigte Tesla wegen mangelnder Leistung gleich mehreren Hundert Mitarbeitern und zog sich damit den Unmut der United Auto Workers (UAW) zu: Die einflussreiche Gewerkschaft warf Tesla vor, das Argument, nicht die nötige Leistung erbracht zu haben, sei ein Vorwand. In Wirklichkeit habe das Unternehmen Gewerkschaftssympathisanten loswerden und Aktivitäten der Gewerkschaft verhindern wollen. Die UAW reichte eine Beschwerde gegen Tesla bei der US-Bundesbehörde National Labor Relations Board (NLRB) ein.

Der Druck wird wohl kurzfristig nicht geringer werden: Als Erstes, so hat es Musk versprochen, will Tesla die Probleme bei der Fertigung der Akkupacks lösen und das Model 3 aus der "Produktionshölle" befreien. Bis März 2018 sollen dann die geplanten 5.000 Model 3 wöchentlich gebaut werden.

Ist ein Scheitern von Tesla zu befürchten? Das Jahr hat gezeigt, dass auch ein hochgejubeltes Start-up aus Kalifornien über ganz irdische Probleme stolpern kann - und auch der Tag von Elon Musk nur 24 Stunden hat. Dass Tesla daran zugrunde geht, ist aber nicht zu erwarten.

Tesla hat im November neben den Negativschlagzeilen auch Erfolge gehabt: Das Unternehmen stellte zwei neue Modelle vor. Den elektrischen Sattelschlepper, den Musk 2016 in seinem sogenannten Masterplan Teil 2 angekündigt hatte, präsentierte Tesla Mitte November. Bei dem Termin überraschte Musk mit einem weiteren Auto: einem neuen Roadster, dem Nachfolger des ersten Autos von Tesla.

Musk hat auch schon früher Durchhaltewillen bewiesen, als die erste Falcon-Raketen von SpaceX eine nach der anderen vom Himmel fielen. Er wird auch jetzt durchhalten. Etwas mehr Fokussierung wäre dabei allerdings sicher nicht schlecht.

 Elon Musk, der Zampano
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ingmar.boos 08. Jan 2018

Meiner Ansicht nach sind die Probleme, die alleine infrastrukturell durch Fahrzeuge mit E...

Phunny 06. Jan 2018

"Die Ideen von Musk sind teilweise schon 60 Jahre alt und lange vorgedacht." und keiner...

Lasse Bierstrom 02. Jan 2018

Genau, einfach klotzen statt kleckern! Immer diese Bedenkenträger, die Amis zeigen wie...

SanderK 02. Jan 2018

Eine gute Frage :-) Wobei die Antwort zu offensichtlich ist.

devarni 02. Jan 2018

Für einen Tesla in der heutigen Art, also ein Model S? Ja vielleicht. Aber bis dahin...


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