Elektroauto: VW will weitere Milliarden in Elektromobilität investieren
Elektroantrieb, autonomes Fahren, Digitalisierung: Der Automobilkonzern Volkswagen (VW) will in den kommenden fünf Jahren in neue Technologien investieren. Das hat die Konzernleitung nach Abschluss der Planung für die Jahre 2018 bis 2022 angekündigt.

Die Priorität liegt dabei darauf, bestehende VW-Modelle mit Elektro- und Hybridantrieben auszustatten. Daneben will VW Systeme für autonomes Fahren sowie neue Mobilitätsdienste entwickeln. Bis zum Jahr 2022 sollen dafür über 34 Milliarden Euro bereitgestellt werden.
In Zwickau sollen E-Autos gebaut werden
Der Großteil davon soll für die Elektromobilität aufgewendet werden. So will VW unter anderem das Werk in Zwickau für die Fertigung von Elektroautos umbauen. Dort werden bisher Passat und Golf produziert. Die Produktion des Passat soll nach Emden, die des Golf nach Wolfsburg verlegt werden.

Ziel sei, dass VW 2025 in der Elektromobilität weltweit führend sein soll, sagte VW-Chef Matthias Müller. Die neue Planung geht noch weiter als die im September auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellte Roadmap E. Darin waren für die "Industrialisierung der Elektromobilität" 20 Milliarden Euro bis 2030 vorgesehen.
VW ist bei der Elektromobilität im Zugzwang: So führt etwa die chinesische Regierung 2019 eine Quote für Elektroautos ein. Danach müssen Hersteller, die im Jahr mehr als 30.000 Fahrzeuge mit Verbrennungsantrieb in China bauen oder in das Land importieren, mindestens zehn Prozent Fahrzeuge mit einem Elektro- oder Hybridantrieb ausstatten. Andernfalls müssen sie Strafen zahlen. China ist der wichtigste Markt für VW. Der Konzern verkaufte dort im vergangenen Jahr rund vier Millionen Fahrzeuge, darunter aber nur wenige Elektroautos.
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