Elektroauto: VW stellt Produktion des ID.4 in den USA ein
VW hat die Produktion seines Elektroautos ID.4 in den USA gestoppt. Wie unter anderem das Manager Magazin(öffnet im neuen Fenster) berichtete, wird der SUV nicht mehr im VW-Werk in Chattanooga gebaut. Grund ist das schwierige Marktumfeld für Elektroautos in den USA. Die Lagerbestände sollen noch bis 2027 reichen.
Die US-Regierung unter Donald Trump strich den Steuerbonus von 7.500 US-Dollar beim Kauf eines Elektroautos. Zudem nahm sie Umweltauflagen zurück und stärkte die Ölindustrie. Seit dem vierten Quartal 2025 sanken die Verkäufe von Elektroautos in den USA stark, wie Electrek(öffnet im neuen Fenster) schreibt.
Im Werk in Chattanooga soll statt des ID.4 fortan der Benzin-SUV Atlas gebaut werden. Dieser verbraucht Electrek zufolge 13 Liter auf 100 km. Der Atlas hat drei Sitzreihen und wird aktuell nicht offiziell in Europa angeboten.
ID.4 könnte auf den nordamerikanischen Markt zurückkehren
Dem Manager Magazin zufolge soll VW mit einer künftigen Version des ID.4 für den nordamerikanischen Markt planen. Wann diese kommen wird, ist allerdings unklar. Das Nordamerikageschäft läuft aktuell nicht gut für VW, eine Taskforce soll neue Strategien entwickeln. Erst kürzlich rief VW in den USA fast 45.000 ID.4 wegen möglicher Brandgefahr zurück.
Die zumindest vorübergehende Einstellung der Produktion des ID.4 kann als schlechtes Omen für VWs E-Pickup Scout gedeutet werden. Der Scout, der neben der Pick-up-Version als SUV erscheinen soll, wurde mehrfach verschoben. Die SUV-Variante Traveler soll jetzt ab 2028 produziert werden, der Pick-up Terra erst ab 2030.
Die Frage ist, ob sich dies für VW überhaupt noch lohnen wird: Das Scout-Projekt wurde unter wesentlich günstigeren Bedingungen für Elektroautos in Angriff genommen. Solange unklar ist, wie künftige US-Regierungen Elektroautos fördern werden, könnte eine neue Elektromarke wie Scout ein hohes Risiko darstellen.
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