Mitarbeiterschulung im Escape Room

Dabei geht es um zweierlei, denn VW stellt nicht nur um auf Elektromobilität, was bedeutet, dass die Mitarbeiter den Umgang mit Hochvoltsystemen erlernen müssen. Auch Digitalisierung und Automation erfordern neue Fertigkeiten. Entsprechend groß war der Aufwand: Um die Mitarbeiter für neue Aufgaben zu qualifizieren oder auf andere Tätigkeiten trainieren, seien 10.000 Personalbewegungen nötig, sagt Holger Naduschewski, Geschäftsführer des Volkswagen Bildungsinstituts - 10.000 Personalbewegungen bei 8.000 Mitarbeitern in Zwickau heißt, dass jeder an mindestens einer Weiterbildungsmaßnahme teilnimmt.

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Aber nicht nur die Masse ist ein Problem für die Ausbilder: Es gab keine Unterlagen oder Trainingsmaterialien für eine Umstellung auf Elektromobilität. Also hätten sie alles selbst entwickeln müssen, erzählt Naduschewski. Wichtig sei dabei gewesen, auf Frontalunterricht und die üblichen Power-Point-Präsentationen zu verzichten. Stattdessen wollten sie den Umstieg erlebbar machen.

Dazu gehen die Mitarbeiter in einen Containerbau, in dem die Räumlichkeiten für die Umschulung eingerichtet wurden. Es beginnt mit einer Art Escape Game: In drei Räumen muss eine Gruppe von jeweils vier Teilnehmern Rätsel zur Geschichte und Zukunft des Autos lösen, um den Schlüssel für den nächsten Raum zu finden. Auf die Gestaltung der Räume haben die Ausbilder viel Liebe verwendet - der erste etwa gleicht einem Wohnraum zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

An anderen Stationen können die Mitarbeiter mit Hilfe einer VR-Brille ein virtuelles E-Auto erkunden und sich mit dem Aufbau des MEB vertraut machen. An einem riesigen Touchscreen üben sie die künftigen Arbeitsabläufe an einem virtuellen Fahrzeug, an einem Panel die Steckverbindungen zwischen den verschiedenen Komponenten.

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Die Mühe habe sich gelohnt, sagt Naduschewski: Die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter sei sehr angetan gewesen. Auf dem Flur hängt eine Plakatwand, auf der die Teilnehmer mit einem Klebepunkt auf einer fünfstufigen Skala den Lehrgang bewerten sollen. Die Verteilung ist eindeutig: Die letzten drei Abteilungen sind leer, in der zweitbesten klebt eine Handvoll Punkte. In der ersten hingegen ist kaum noch weiß zu sehen.

Sollte alles so gut laufen wie die Bewertungen für die Weiterbildung, dürfte VWs Weg in die Elektromobilität ein Erfolg werden. Allerdings ist der Konzern schon fast dazu verdammt, erfolgreich zu sein. Nicht nur, dass er Elektroautos auf den Markt bringen muss, um die Auflagen der Europäischen Union in Bezug auf die Reduktion der Kohlendioxidemissionen (CO2) zu erfüllen - das Werk und seine Zulieferer sollen in Zukunft CO2-neutral sein. Außerdem wären da noch die Kosten: 1,2 Milliarden Euro sind es für den gesamten Transformationsprozess von der Schulung und Motivation der Mitarbeiter über die Aufstellung hunderter Ladepunkte auf dem Gelände bis zum Umbau von 80 Prozent des Standortes.

VW kann sich also gar nichts anderes leisten, als mit dem ID.3 den nächsten Volkswagen auf den Markt zu bringen.

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 1.600 Roboter mehr als vorher
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gaciju 31. Okt 2019

Es waere mal ein Anfang, wenn es nicht jedes Jahr mehr wird. Ansonsten sind Ziele...

zilti 29. Okt 2019

Stimmt doch überhaupt nicht. SUVs haben deutlich weniger Platz innen. Sind einfach bloss...

Private Paula 29. Okt 2019

Weil der Staat die Einnahmen aus der Mineralölsteuer benötigt. Wenn die wegfallen, muss...

Glitti 28. Okt 2019

40km pro Strecke sind zu wenig für einen Diesel? Eieiei..

DxC 23. Okt 2019

Das Unverständnis gegenüber Elektro und der unabstreitbaren Vorteile des Gesamtkonzept...



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