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Elektroauto: Volkswagens MEB+ soll schneller laden und weiter fahren

Das VW-Werk in Wolfsburg wird für die Elektromobilität vorbereitet und soll den ID.3 und weitere Elektroautos bauen. Neue Infos zu MEB+ gibt es auch.
/ Michael Linden
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Der MEB+ soll die zeitliche Lücke zu verzögerten Neuentwicklungen schließen. (Bild: Volkswagen)
Der MEB+ soll die zeitliche Lücke zu verzögerten Neuentwicklungen schließen. Bild: Volkswagen

Volkswagen will das Wolfsburger Werk fit für die E-Mobilität machen(öffnet im neuen Fenster) und dort den ID.3 und künftig auch weitere Elektroautos bauen, wie VW-Markenchef Thomas Schäfer mitteilte. Ab 2023 soll der neue ID.3 in Wolfsburg gebaut werden. Im ersten Schritt werden für die Ertüchtigung des Werks 460 Millionen Euro investiert.

"Mit diesen starken Entscheidungen und Investitionen wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit des Werks weiter stärken und der Belegschaft eine konkrete Langfristperspektive bieten" , sagte Schäfer.

Der ID.3 wird auch weiterhin in Zwickau gefertigt. Im ersten Schritt soll in Wolfsburg eine Teilfertigung erfolgen, 2024 beginnt dann die Komplettproduktion des Elektroautos. Der Hochlauf der Produktion soll 2025 abgeschlossen sein.

MEB+ soll dank Einheitszelle schneller laden

Zudem soll in Wolfsburg ein noch nicht näher bezeichnetes weiteres Elektroauto aus dem Segment SUV gefertigt werden. Auch hier wird auf den modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) gesetzt, auf dem bisher alle ID-Modelle basieren. Bislang wurden allein bei der Marke VW mehr als 500.000 Autos der ID.-Familie auf der E-Plattform ausgeliefert, konzernweit mehr als 670.000 Fahrzeuge.

Die Elektroplattform von Volkswagen wird weiterentwickelt zum MEB+ . Dieser soll die Einheitszelle des Konzerns aus Salzgitter erhalten. Deutliche Sprünge werden mit dem MEB+ etwa bei den automatisierten Fahrfunktionen erwartet. Die sogenannte Einheitszelle soll nach Angaben von VW(öffnet im neuen Fenster) mit dem MEB+ Reichweiten von bis zu 700 km ermöglichen. Und auch bei den Ladezeiten solle der MEB+ deutliche Vorteile bieten und Ladegeschwindigkeiten von 175 bis 200 kW ermöglichen, heißt es seitens VW.

Trinity kommt später – ein neues E-SUV soll die Lücke schließen

Das Zukunftsmodell Trinity wird überarbeitet, weil das bislang geplante Design durch die Abnahme des Vorstandes fiel . Es soll auf der kommenden konzernweite Fahrzeugplattform SSP (Scalable Systems Platform) basieren.

Nicht nur der Trinity, sondern auch der Entwurf des ID Life, der 2021 auf der IAA gezeigt wurde, fiel einem Bericht der Automobilwoche nach bei Markenchef Schäfer durch. Das Fahrzeug sei neu entworfen worden und solle 2025 als ID.2 in Serie gehen. Wo das Fahrzeug gebaut wird, ist nicht bekannt.

Zudem bereitet Vorstandschef Blume eine Neuordnung der Firmenarchitektur mit Konzentration auf eine neue Softwarestrategie vor. Die Eckpunkte sollen dem Handelsblatt zufolge am 15. Dezember in einer Aufsichtsratssitzung vorgestellt werden.


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