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Elektroauto: US-Börsenaufsicht ermittelt wegen Nikola Motor

Hat Nikola Motor betrogen? Hat Hindenburg Research den Kurs der Nikola-Aktie zum eigenen Vorteil beeinflusst? Die US-Börsenaufsicht schaut sich das an.

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Brennstoffzellensattelschlepper von Nikola (Symbolbild): gerollt, nicht gefahren
Brennstoffzellensattelschlepper von Nikola (Symbolbild): gerollt, nicht gefahren (Bild: Nikola Motor Company)

Was ist dran an den Vorwürfen gegen die Nikola Motor Company? Das US-Investmentunternehmen Hindenburg Research hat in einer Studie den US-Elektrofahrzeughersteller des Betrugs bezichtigt. Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Ermittlungen aufgenommen.

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Die SEC wolle die Geschäftspraktiken von Nikola untersuchen, berichtet die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. Hindenburg hatte in der vergangenen Woche eine Studie zu Nikola veröffentlicht und darin behauptet, Nikola habe Investoren und Geschäftspartner systematisch belogen. Darauf verlor die Nikola-Aktie stark an Wert.

Nikola One fuhr nicht

Hindenburg warf Nikola unter anderem vor, ein Video des Brennstoffzellen-Sattelschleppers Nikola One gefälscht zu haben: Das Fahrzeug sei nicht gefahren, sondern auf einen Hügel geschleppt worden und dann hinuntergerollt. Dieser Vorwurf zumindest ist wahr: Nikola hat eingestanden, dass der Nikola One für die Videoaufnahmen nur rollte und nicht aus eigener Kraft fuhr.

Das Unternehmen erklärte, dass der Wechselrichter funktioniere und die Motoren auf einem Prüfstand vor der Show mit Strom versorgt hätte. Auch andere Komponenten seien einsatzfähig gewesen. Zudem hätte das Unternehmen nicht behauptet, der Sattelschlepper sei mit eigenem Antrieb gefahren. Ohnehin sei das irrelevant, weil die Entwicklung des Nikola One eingestellt sei.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Nikola vorgeworfen wird, mit dem Nikola One geschummelt zu haben. Im Juni war herausgekommen, dass der One auch bei der Präsentation im Dezember 2016 nicht aus eigener Kraft auf die Bühne gefahren war. Nikola-Gründer und -Chef Trevor Milton bekannte im Gespräch mit Bloomberg, es sei keine Brennstoffzelle im Fahrzeug gewesen.

Das wirft kein gutes Licht auf Nikola, und es stellt sich die Frage, was an den anderen Vorwürfen von Hindenburg Research dran ist. So soll Nikola beispielsweise falsche Angaben zur Leistung von Brennstoffzellen und Akkus gemacht haben. Zudem habe das Unternehmen behauptet, es habe günstigen Wasserstoff gewonnen, was aber nicht stimme. Hindenburg hat nach eigenen Angaben "umfangreiches Beweismaterial zusammengetragen - darunter aufgezeichnete Telefongespräche, Textnachrichten, private E-Mails und Fotos hinter den Kulissen".

Hindenburg Research wiederum hat ein Interesse daran, dass der Kurs von Nikola fällt: Das Investmentunternehmen hält eine Short-Position der Nikola-Aktie, mit der Gewinne gemacht werden, wenn die Aktie fällt. Die Aktie hatte gerade stark an Wert gewonnen, nachdem der US-Automobilkonzern General Motors (GM) einen Anteil von elf Prozent an Nikola übernommen hatte.

Nikola hat Hindenburg deshalb Kursbeeinflussung vorgeworfen. Der Elektrofahrzeughersteller begrüßte, dass die SEC in der Angelegenheit ermitteln will und sagte volle Unterstützung dabei zu.

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svlewe 15. Sep 2020

Für GM ist der Nikola deal ein win win, sie mussten kein Geld ausgeben, die 11% gab's...

Dystopinator 15. Sep 2020

Emissionsfrei war sie auch nicht, irgendwas oder wer hat dem lahmen Teil die Lageenergie...


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