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Elektroauto: Ubitricity baut in Berlin Laternenladepunkte

In Berlin sollen Elektroautos bald an Straßenlaternen laden. Die Shell-Tochter Ubitricity hat die Ausschreibung gewonnen.
/ Andreas Donath
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Laternenladepunkt von Ubitricity (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Laternenladepunkt von Ubitricity Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

In Berlin soll die Shell-Tochter Ubitricity(öffnet im neuen Fenster) 200 Laternenladepunkte errichten. So soll der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in der Hauptstadt vorangetrieben werden. Schon im zweiten Quartal 2022(öffnet im neuen Fenster) soll er beginnen.

Der Aufbau startet in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Marzahn-Hellersdorf. Ubitricity setzt hierbei seinen Ladepunkt namens Heinz ein, der für die Besonderheiten des deutschen Marktes entwickelt wurde.

Sollte es zu einer Bewilligung der bereits vom Land Berlin beantragten Projektverlängerung kommen, können bis zu 800 weitere Laternenladepunkte installiert werden, teilte die Shell-Tochter Ubitricity mit.

Der Strom stammt aus erneuerbaren Energien

Ladestationen an Straßenlaternen nutzen die bestehende Infrastruktur und ermöglichen es, ohne privaten Stellplatz laden zu können – im Zweifelsfall direkt vor der Haustür.

Der Ladepunkt Heinz wurde von Ebee Smart Technologies und Ubitricity entwickelt. Er bietet mit einer Ladekapazität von 3,7 kW. Die Ladepunkte werden ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien beliefert.

Nutzer können mit den gewohnten Tarifen ihres Mobility Service Providers oder per Ad-hoc-Zugang mittels eines QR-Codes laden. Letzteres ist ohne Anmeldung möglich.

Ubitricity ausprobiert
Ubitricity ausprobiert (01:01)

Eigentlich sollten die Laternenladepunkte längst im Betrieb sein. Das hatte der Berliner Senat Anfang 2019 beschlossen. 2020 sollte es soweit sein, doch es kam anders: Die Anschlüsse sollten "diskriminierungsfrei" für alle funktionieren. Dazu hätte Ubitricity einen eichrechtskonformen Zähler mit Ablesefunktion in die Laterne integrieren müssen. Dies scheiterte jedoch an den Vorgaben der Technischen Anschlussregel (TAR) Niederspannung. Der Auftrag musste deshalb Ende 2020 neu ausgeschrieben werden . Nun hat ihn Ubitricity erneut gewonnen.


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