Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Elektroauto: Toyota testet Brennstoffzellen-Krankenwagen

Toyota hat ein Brennstoffzellenauto für den Medizinbereich gebaut. Der Krankenwagen ist zugleich eine fahrende Steckdose.
/ Werner Pluta
26 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Brennstoffzellen-Krankenwagen von Toyota: Die Basis ist der Kleinbus Coaster. (Bild: Toyota)
Brennstoffzellen-Krankenwagen von Toyota: Die Basis ist der Kleinbus Coaster. Bild: Toyota

Elektrisch zum Noteinsatz: Toyota hat zusammen mit dem japanischen Roten Kreuz ein Rettungsfahrzeugs mit Brennstoffzellen-Elektroantrieb entwickelt. Ein Test mit dem Fahrzeug ist für den Sommer geplant.

Es sei weltweit der erste Test eines solchen Fahrzeugs, teilte Toyota mit(öffnet im neuen Fenster). Damit wollen die Partner zeigen, dass Brennstoffzellenfahrzeuge auch im Medizinbereich und Katastrophenschutz eingesetzt werden können.

Die Brennstoffzelle stammt aus dem Mirai

Das Fahrzeug basiert auf Toyotas Kleinbus Coaster(öffnet im neuen Fenster), der normalerweise einen Dieselmotor hat. Den hat Toyota durch einen 134 Kilowatt starken Elektromotor ersetzt. Den Strom liefert ein Brennstoffzellen-Stack mit einer Leistung von 114 Kilowatt. In drei Tanks können 7,2 Kilogramm Wasserstoff gespeichert werden.

Das Brennstoffzellensystem stammt aus dem Toyota Mirai, allerdings aus dem ersten Mirai. Die neue Version des Pkw, die seit vergangenem Jahr gebaut wird, hat eine etwas leistungsfähigere Brennstoffzelle.

Das Auto ist eine fahrende Steckdose

Der Strom aus den Brennstoffzellen kann aber nicht nur zum Fahren verwendet werden. Am und im Fahrzeug sind zahlreiche Steckdosen angebracht, um eine Vielzahl elektrischer Geräte mit Strom zu versorgen. Zusätzlich verfügt es über ein Gleichstromsystem mit einer Ausgangsleistung von 9 Kilowatt und einer Kapazität rund 90 Kilowattstunden. Bei einem Katastropheneinsatz könnte es nicht nur als Krankenfahrzeug dienen, sondern auch helfen, eine örtliche Stromversorgung einzurichten.

Anzeige

Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl-, Klima- und Kostenfalle entkommen

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Japan treibt seit Jahren den Umbau zur Wasserstoffwirtschaft voran. Toyota ist dabei einer der wichtigen Akteure. Der Autokonzern hatte bereits 2014 die erste Generation des Brennstoffzellenautos Mirai vorgestellt. Die zweite Generation wurde vor gut einem Jahr angekündigt.

An dem Projekt, das seit dem Sommer vergangenen Jahres läuft, sind Toyota und das Rote-Kreuz-Krankenhaus in Kumamoto auf der Südinsel Kyushu beteiligt. Einsatzmöglichkeiten sehen sie beispielsweise als Rettungswagen für entlegene Gebiete und als mobiles PCR-Testfahrzeug oder für die Stromversorgung von Blutspendebussen und Untersuchungsfahrzeugen.

Auch interessant:

Toyota Mirai II – Herstellervideo
Toyota Mirai II – Herstellervideo (03:22)

Relevante Themen