Elektroauto: Teslas Billig-Elektroauto soll 2016 kommen

Tesla Motors will seine Modellpalette vergrößern und das Model 3 – die kleinere und günstigere Variante des aktuellen Model S – im März 2016 vorstellen. Das Elektroauto soll ab 35.000 US-Dollar zu haben sein und vermutlich ab 2017 ausgeliefert werden, versicherte Teslas Chef Elon Musk während einer Investorenkonferenz. Das Unternehmen will zudem sein erstes SUV – das Model X mit Flügeltüren – ab Sommer 2015 ausliefern. Es soll durch das schwere Akkupaket einen besonders niedrigen Schwerpunkt haben und sich wie ein Sportwagen bewegen lassen, obwohl es ein SUV ist, scherzte Musk.
In einem Brief an die Aktionäre(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens berichtet Tesla Motors, dass die Produktionskapazitäten für das Model S aufgrund der hohen Nachfrage ausgebaut werden, was auch für das Model X gelte. Tesla baute in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 rund 11.200 Fahrzeuge – und damit etwa 1.000 pro Produktionswoche, wie das Unternehmen bekanntgab. Im zweiten Quartal sollen es 12.500 Fahrzeuge sein. Im gesamten Jahr 2015 sollen 55.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden. Wie viele davon schon zum Model X gehören sollen, ist nicht bekannt.
Das Model 3 hingegen weicht von Teslas ursprünglicher Idee, mit Luxusfahrzeugen zunächst eine kleine, aber zahlungswillige Zielgruppe zu bedienen, deutlich ab. Es soll 200 Meilen (320 km) weit kommen und ab 2017 auf dem Markt ab 35.000 US-Dollar erscheinen. Zum Vergleich: Das bisher günstigste Model S 70D(öffnet im neuen Fenster) mit 70-kWh-Akku fährt 240 Meilen (EPA) weit und kostet 75.000 US-Dollar.
Tesla habe zahlreiche Vorbestellungen beziehungsweise Reservierungsanfragen für die Hausakkus Powerwall erhalten, die ab Mitte 2016 verkauft werden sollen, hieß es seitens des Unternehmens. 38.000 Reservierungen seien bereits eingegangen(öffnet im neuen Fenster) .
Tesla konnte zudem seine erste Übernahme verkünden. Es handelt sich dabei um einen Werkzeugmacher in Michigan, der Stanzwerkzeuge für Autoteile fertigt. Riviera Tools wird nach einem Bericht der " The Detroit Free Press(öffnet im neuen Fenster) " vermutlich in "Tesla Tool and Die" umbenannt. Die Angestellten werden übernommen, heißt es in dem Bericht. Gegenüber Engadget(öffnet im neuen Fenster) kommentierte ein Sprecher Teslas die Akquisition. "Die Übernahme wird uns helfen, neue Stanz- und Plastikteile kostengünstig herzustellen, Metallformungstechniken zu entwickeln und unsere Produktionskapazität zu erhöhen."



