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Elektroauto: Tesla macht Gewinn - aber nicht mit Autos

Die Anleger dürfte es freuen: Tesla hat im dritten Quartal einen Gewinn erzielt. Es war erst das zweite positive Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte. Kritiker werfen Tesla aber einen Trick vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Elon Musk: neue Rekorde aufgestellt
Elon Musk: neue Rekorde aufgestellt (Bild: Bill Pugliano/Getty Images)

Das war schon ungewöhnlich: Tesla hat im dritten Quartal 2016 Gewinn gemacht. Es war erst das zweite Quartalsergebnis, in dem der US-Elektroauto-Hersteller einen Gewinn ausgewiesen hat. Allerdings hat das Unternehmen dabei einen Trick angewandt.

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Knapp 22 Millionen US-Dollar Gewinn bei einem Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar habe Tesla gemacht, schreiben Chef Elon Musk und Finanzchef Jason Wheeler im Quartalsbericht. Das Unternehmen habe in vielen Bereichen sehr gut gearbeitet.

Tesla liefert mehr Autos aus als erwartet

Tesla lieferte demnach im vergangenen Quartal über 24.800 Autos aus, zwei Drittel Model S, ein Drittel Model X. So viele Autos hat Tesla vorher noch nicht in einem Quartal zu den Käufern gebracht. "Wir haben neue Rekorde in der Autoproduktion, bei den Auslieferungen und beim Ertrag aufgestellt", heißt es im Quartalsbericht.

Allerdings waren die guten Verkaufsrekorde nicht verantwortlich für das gute Ergebnis: Tesla hat sogenannte Zero Emission Vehicles (ZEV) Credits im Wert von 139 Millionen US-Dollar verkauft. Ohne die Verkäufe hätte Tesla einen Verlust von 18 US-Cent pro Aktie verzeichnet und nicht einen Gewinn von 71 US-Cent pro Aktie, zitiert der Business Insider einen Autoexperten der Schweizer Bank UBS.

Autohersteller brauchen ZEV Credits

ZEV Credits bekommen Hersteller, wenn sie saubere Autos im US-Bundesstaat Kalifornien auf die Straße bringen. Mittlere und große Hersteller brauchen solche ZEV Credits, abhängig von der Zahl ihrer Fahrzeuge, die in Kalifornien angemeldet unterwegs sind. Kann ein Autohersteller keine ZEV Credits vorweisen, können die kalifornischen Behörden Strafen verhängen.

Allerdings müssen die Hersteller von Autos mit Verbrennungsmotoren nicht auf einmal anfangen, selbst saubere Autos zu bauen. Sie können die Zertifikate auch kaufen. Von Tesla beispielsweise - das Unternehmen hat viele davon und verkauft sie regelmäßig.

Experten erwarteten weniger Verkäufe von ZEB Credits

Im dritten Quartal waren das aber besonders viele. Ein Experte des Finanzunternehmens JP Morgan habe lediglich Einnahmen in Höhe von 25 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von ZEV Credits erwartet, berichtet der US-Fernsehsender CNBC.

Im Quartal zuvor hatte Tesla kaum ZEV Credits verkauft. In manchen Quartalen finde das Unternehmen keine Käufer für die Zertifikate. Im Normalfall zahlten die Käufer Tesla auch nur für die Hälfte des Wertes, sagte Musk in einer Telefonkonferenz zum Quartalsbericht.

Hatte Tesla gewartet, bis sich eine größere Zahl der Zertifikate angesammelt hatte und diese dann auf einmal verkauft, um so eine gute Bilanz zu erzielen? Die gute Bilanz dürfte die Anleger gefreut haben - und Musk braucht ihm gesonnene Anleger. Tesla will den Solaranlagen-Hersteller Solar City kaufen, und die Aktionäre müssen dem Kauf zustimmen.



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Brainfreeze 02. Nov 2016

Weil also bei Wikipedia weder "ohne Gegenleistung" noch "mit Gegenleistung" steht, gehst...

nightmar17 31. Okt 2016

VW kann ruhig einen dämpfer bekommen. Ich persönlich konnte die Firma irgendwie noch nie...

WolfgangS 29. Okt 2016

Unser letzter Neuwagen kam letztes Jahr. Die Lieferung hat sich nach Rückfrage vom...

SJ 29. Okt 2016

Wenn anstelle von 1 Mrd Kosten für die Gigafabrik im Jahr 2016 nur 900 Mio ausgegeben...

lear 29. Okt 2016

Das Problem an den Zertifikaten (CO2 wie ZEV) ist ja, daß die Politik sie viiieeeeeeel zu...


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