Elektroauto: Tesla-Händler in China werden Autos schlecht los

Tesla hat in China offenbar zunehmend Probleme, seine Fahrzeuge loszuwerden. Zu den Gründen zählen die einheimische Konkurrenz von BYD , Xpeng und Co., aber auch das durch Firmenchef Elon Musk beschädigte Markenimage des Unternehmens.
Wie die chinesische Webseite Jiemian News auf Sina(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf verschiedene Mitarbeiter berichtet, scheint die Situation in den Tesla-Läden offenbar mitunter dramatisch zu sein.
So berichten mehrere Mitarbeiter, dass der Druck, Verkäufe abzuschließen, so stark gestiegen sei, dass sie mittlerweile auf das freie Wochenende verzichten. Den Informationen zufolge arbeiten die Mitarbeiter täglich von 9 Uhr morgens bis 22 Uhr.
Nur so ist es offenbar möglich, die Verkaufsziele zu erreichen, die Tesla den Angaben zufolge verlangt. Demnach soll pro Tag ein Auto verkauft werden, also um die 30 im Monat – realistisch sind laut den Quellen aktuell eher drei bis vier Tesla-Fahrzeuge in der Woche. Auch sollen die Händler Schwierigkeiten haben, bestimmte Quoten für Testfahrten zu erreichen.
Bezahlung wird teils basierend auf künftigen Auslieferungen berechnet
Ein Tesla-Angestellter erklärte, die Zeiten, in denen man Kunden die Modelle nicht mehr habe vorstellen müssen, seien vorbei. Auch die Bezahlung soll unter den sinkenden Verkäufen leiden: Selbst wenn die Verkaufsquote erfüllt werde, erhielten die Mitarbeiter nur 70 Prozent des Gehalts, so die Quellen. Die restlichen 30 Prozent würden basierend auf dem Auslieferungsvolumen der nächsten drei Monate berechnet und ausgezahlt.
Das aktuelle Grundgehalt soll laut mehreren Mitarbeitern bei 13.000 Yuan liegen, das sind um die 1.500 Euro. Die Fluktuation unter den Angestellten soll höher als früher sein: Einem Mitarbeiter zufolge wurde früher eine Gruppe von Verkäufern alle drei Monate ausgetauscht, mittlerweile sollen es nur noch anderthalb Monate sein.
Im ersten Quartal 2025 gingen die Umsätze von Tesla in China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,8 Prozent zurück. Auch in anderen Ländern steht Tesla unter Druck, selbst im Heimatland USA . In China tätigte Tesla zuletzt um die 40 Prozent seiner weltweiten Auslieferungen – das Land ist entsprechend ein sehr wichtiger Markt für den Hersteller.