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Höherer Stromverbrauch bei niedrigen Temperaturen

Das Auto wurde zwar im warmen Kalifornien entwickelt. Doch auch an einem Spätwintertag im kühlen Norddeutschland schlägt es sich gut. Allerdings wirken sich die Temperaturen aus: So berichten zwar einige Tesla-Fahrer von einem Durchschnittsverbrauch um 15 kWh pro 100 km. Bei Temperaturen von knapp über null Grad ist das aber nicht realistisch. Bei Tempo 120 liegt unser Verbrauch bei etwa 23 kWh/100 km.

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Auch scheinen sich die kalifornischen Designer beim Entwurf des Kofferraums allzu sehr an dem Song des britischen Musikers Albert Hammond orientiert zu haben, nach dem es im Süden Kaliforniens niemals regnet: Einem Tester fiel im deutschen Schmuddelwetter auf, dass beim Öffnen des Heckklappe Wasser in den Kofferraum laufe. Das konnten wir bei trockenem Wetter allerdings nicht verifizieren.

Es ist nicht der einzige Qualitätsmängel: So müssen die Türen mit Schwung zugeworfen werden, sonst schließen sie nicht richtig. Auf dem Display erscheint dann die Warnung: "Tür geöffnet - vorsichtig weiterfahren". Das war uns auch beim ersten Test aufgefallen. Hier hat Tesla nichts verändert. Ein Tester bemängelte, dass bei seinem Fahrzeug die Heckklappe nicht genau in der Mitte gesessen habe und deshalb Spaltmaße links und rechts unterschiedlich gewesen seien.

In den USA, wo inzwischen über 400.000 Model 3 verkauft sind, häufen sich Beschwerden: Fahrer beklagen gebrochene Heckscheiben, lose Teile an der Karosserie, Probleme mit dem Infotainmentsystem oder dem Lack. Die US-Verbraucherorganisation Consumer Reports (CR) zog aufgrund der Mängel ihre Kaufempfehlung für das Auto zurück. Tesla erklärte, die meisten dieser Mängel seien inzwischen behoben.

Uns hat das Tesla Model 3 Spaß gemacht. Zwar ist es nicht so luxuriös wie das Model S, das wir vor zweieinhalb Jahren testeten. Doch gehört es von der Ausstattung her zur Mittelklasse und fährt sich auch so. Elektroauto-typisch ist das Auto zugstark und dabei sehr leise. Was uns aufgefallen ist: Obwohl es ab 2021 Pflicht ist, emittiert das Auto bei niedrigen Geschwindigkeiten keine Geräusche.

Das Fehlen von Rundinstrumenten hinter dem Lenkrad ist am Anfang gewöhnungsbedürftig. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran, nach rechts unten statt nach unten auf den Tacho zu schauen. Den Ladestand in Prozent anzuzeigen, wäre wünschenswert. Schwieriger fanden wir die Bedienung fast aller Funktionen über Menüs und Untermenüs auf dem Touchscreen. Das bedarf einiger Routine. Der Wunsch der Designer, das Armaturenbrett von allen Bedienungselementen außer dem Bildschirm freizuhalten in allen Ehren - aber eine sicherheitsrelevante Funktion wie den Warnblinker unter den Himmel zu verbannen, ist doch übertrieben.

  • Das Tesla Model 3: Wer damit unterwegs ist, findet schnell Freunde. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Auto gehört zur Mittelklasse und wird seit Februar 2019 auch in Europa ausgeliefert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die rote Lackierung und die weißen Sitze sind Extras. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug hat Allradantrieb mit zwei Motoren: An der Hinterachse sitzt ein Synchronmotor, an der Vorderachse ein Asynchronmotor. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Innere ist spartanisch, Bedienungselemente gibt es außer dem Gangwahlhebel kaum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die meisten Funktionen werden über den Touchscreen gesteuert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zu den wenigen Bedienungselementen gehören die Kugelknöpfe am Lenkrad... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und der Blinker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Außerdem die Fensterheber und  zwei Türöffner - einen mechanischen und einen elektrischen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Tesla empfiehlt, den elektrischen zu benutzen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Einiges lässt sich per Spracheingabe steuern. Wir fühlten uns aber oft unverstanden.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Autobahn, bei hohem Tempo, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... schnellt der Stromverbrauch in die Höhe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei kalten Temperaturen liegt er ohnehin deutlich über dem Durchschnittswert von 15 kWh/100 km. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geladen haben wir an einem Supercharger.  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der muss für das Model 3 umgerüstet sein, ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... damit auch Strom fließt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Obwohl der Charger mit 120 kW laden kann, nutzt das Auto nicht die volle Ladeleistung. Nach einer  Weile wird sie noch weiter gedrosselt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nicht so gut gefallen haben uns die Türen, die schlecht schließen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem Bildschirm wird darauf aufmerksam gemacht. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Model 3 hat hinten einen großen Kofferraum. Vorn ist noch ein kleiner. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auto mit Ausblick: Durch das transparente Autodach... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... ist der Kirchturm des Hamburger Michels in voller Größe zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Auto mit Ausblick: Durch das transparente Autodach... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Andere Bedienungselemente haben uns gut gefallen, etwa die beiden Kugelknöpfe am Lenkrad. Sie sind einfach zu benutzen, und das Lenkrad des Model 3 macht einen aufgeräumteren Eindruck als manche andere, auf denen jeder Quadratzentimeter mit einem Knopf belegt zu sein scheint. Die Sitze lassen sich mit Knöpfen an der Seite verstellen. Motoren bewegen sie in die gewünschte Position, ebenso das Lenkrad. Praktisch ist die Funktion, ein Profil anzulegen, gerade wenn mehrere Fahrer das Auto nutzen: Auf ein Fingertippen auf den Touchscreen hin fahren Sitz, Lenkrad und Spiegel in die gespeicherte Position. Da ist es fast schon lästig, dass der Innenspiegel per Hand eingestellt werden muss.

Systembedingt bietet das Auto viel Platz für das Gepäck: Die beiden Motoren, die an den Achsen sitzen, nehmen nicht viel Platz weg. Dort wo bei einem konventionellen Fahrzeug mit Vorderradantrieb der Motor ist, hat das Model 3 einen kleinen Kofferraum, in den ein Handgepäckstück passt. Sehr groß ist der hintere Kofferraum. Und nicht nur das: Es gibt sogar noch ein Fach darunter.

Was uns an dem Februartag mit strahlend blauem Himmel Spaß bereitet hat, war das Dach: Es ist transparent und bietet einen schönen Ausblick nach oben. An heißen Sommertagen, an denen die Sonne von oben brennt, mag das weniger praktisch sein. Aber als wir am Michel vorbeifahren, können wir den Kirchturm in voller Pracht sehen, ohne uns den Hals verrenken zu müssen.

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m4mpf 04. Mär 2019

Schon mal eine aktuelle E-Klasse gefahren? Wohl eher nicht.

Nachtelf 01. Mär 2019

Mir scheint du schreibst nur um des Schreibens willen und nicht um dich wirklich mit den...

E-Mover 28. Feb 2019

Wenn Du Diesel zur Stromerzeugung nutzt (solche Kraftwerke gibt es ja tatsächlich), dann...

Xander 28. Feb 2019

Man kann bei solchen Vergleichen zwischen Auto und Bahn auch nicht nur die Spritkosten...

E-Mover 28. Feb 2019

Dass Du es nicht verstanden hast sieht man ja oben, whgreiner: ...man startet...


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