Der Autopilot scheint irritiert

Der Autopilot ist für die Autobahn gedacht, lässt sich aber auch auf der Landstraße oder innerorts aktivieren. Damit hält das Auto die Spur und lenkt in der Kurve. Sofort nach dem Aktivieren warnt das System auf dem Display, der Fahrer solle die Hände am Lenkrad lassen und es leicht bewegen. Diese Warnung erscheint wiederholt. Falls der Fahrer sie nicht befolgt, fängt das Display an, blau zu blinken, dann kommt ein Warnton hinzu. Reagiert der Fahrer dauerhaft nicht, stoppt das Auto.

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Ohnehin ist der Fahrer gut beraten, dem Verkehr aufmerksam zu folgen. So erkennt das System zwar gut andere Fahrzeuge und bremst, wenn diese langsamer sind. Eine Erkennung der Verkehrszeichen per Kamera gibt es aber nicht. Als wir auf der Autobahn A1 zwischen Reinfeld und Lübeck die Baustelle des E-Highway passieren, hält sich das Model 3 an die hinterlegten Kartendaten und ignoriert die temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung im Baustellenbereich.

Wie beim Model S verfügt der Autopilot auch beim Model 3 über einen Spurwechselassistenten, der zum Überholen eingesetzt werden kann. Wird der Blinker betätigt, schert das Auto auf die linke Spur aus, beschleunigt auf die eingestellte Geschwindigkeit und zieht an dem langsameren Fahrzeug vorbei. Weniger gut hingegen klappt das Einscheren auf die rechte Spur: Der Autopilot bricht mehrfach das Manöver ab, und wir müssen per Handsteuerung zurück auf die rechte Spur einscheren.

Unser Eindruck ist, dass den Autopiloten Fahrzeuge in nicht so großer Entfernung irritieren, und er eine freie rechte Spur bevorzugt. Der Fahrer kann einstellen, ob der Autopilot eine, zwei oder drei Fahrzeuglängen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten soll. Gut möglich, dass die realen Abstände im Widerspruch zu dieser Einstellung stehen, dem Autopliloten also die Lücke, in die er einscheren soll, zu klein ist.

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Schließlich sagt uns das Navigationssystem, die Autobahn zu verlassen und den Supercharger anzusteuern. Außerhalb des kleinen Orts Braak, in der Peripherie von Hamburg, stehen auf dem Parkplatz hinter einem Café gleich acht Tesla-Ladesäulen. Inzwischen ist das Nachladen auch nötig - bis in die Hamburger Innenstadt sind es noch gut 25 km, und wir wollen das Auto nicht mit leer gefahrenem Akku übergeben.

  • Das Tesla Model 3: Wer damit unterwegs ist, findet schnell Freunde. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Auto gehört zur Mittelklasse und wird seit Februar 2019 auch in Europa ausgeliefert. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die rote Lackierung und die weißen Sitze sind Extras. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug hat Allradantrieb mit zwei Motoren: An der Hinterachse sitzt ein Synchronmotor, an der Vorderachse ein Asynchronmotor. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Innere ist spartanisch, Bedienungselemente gibt es außer dem Gangwahlhebel kaum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die meisten Funktionen werden über den Touchscreen gesteuert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zu den wenigen Bedienungselementen gehören die Kugelknöpfe am Lenkrad... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und der Blinker. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Außerdem die Fensterheber und  zwei Türöffner - einen mechanischen und einen elektrischen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Tesla empfiehlt, den elektrischen zu benutzen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Einiges lässt sich per Spracheingabe steuern. Wir fühlten uns aber oft unverstanden.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Autobahn, bei hohem Tempo, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... schnellt der Stromverbrauch in die Höhe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei kalten Temperaturen liegt er ohnehin deutlich über dem Durchschnittswert von 15 kWh/100 km. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geladen haben wir an einem Supercharger.  (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der muss für das Model 3 umgerüstet sein, ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... damit auch Strom fließt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Obwohl der Charger mit 120 kW laden kann, nutzt das Auto nicht die volle Ladeleistung. Nach einer  Weile wird sie noch weiter gedrosselt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nicht so gut gefallen haben uns die Türen, die schlecht schließen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem Bildschirm wird darauf aufmerksam gemacht. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Model 3 hat hinten einen großen Kofferraum. Vorn ist noch ein kleiner. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auto mit Ausblick: Durch das transparente Autodach... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... ist der Kirchturm des Hamburger Michels in voller Größe zu sehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der muss für das Model 3 umgerüstet sein, ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Also steuern wir den Parkplatz an, stellen uns neben einigen Model S an den ersten freien Supercharger - und erleben gleich die nächste Enttäuschung: Nach dem Einstecken des Kabels lädt das Auto wieder nicht.

Aber zum Glück nicht lange.

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 Wo ist der Warnblinker?Laden am Supercharger 
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m4mpf 04. Mär 2019

Schon mal eine aktuelle E-Klasse gefahren? Wohl eher nicht.

Nachtelf 01. Mär 2019

Mir scheint du schreibst nur um des Schreibens willen und nicht um dich wirklich mit den...

E-Mover 28. Feb 2019

Wenn Du Diesel zur Stromerzeugung nutzt (solche Kraftwerke gibt es ja tatsächlich), dann...

Xander 28. Feb 2019

Man kann bei solchen Vergleichen zwischen Auto und Bahn auch nicht nur die Spritkosten...

E-Mover 28. Feb 2019

Dass Du es nicht verstanden hast sieht man ja oben, whgreiner: ...man startet...



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