Abo
  • IT-Karriere:

Elektroauto-Startup: Byton kooperiert langfristig mit Bosch

Der chinesische Hersteller Byton will beim Bau seiner Elektroautos eng mit dem Zulieferer Bosch kooperieren. Von Boschs Kooperation mit Daimler beim autonomen Fahren kann das Unternehmen vorerst jedoch nicht profitieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Der K-Byte von Byton soll 2021 auf den Markt kommen.
Der K-Byte von Byton soll 2021 auf den Markt kommen. (Bild: Byton)

Der chinesische Elektroautohersteller Byton und der Stuttgarter Zulieferer Bosch haben eine strategische Kooperation vereinbart. Diese gelte für die Bereiche Antriebsstrang, Bremssystem und Fahrerassistenzsysteme, teilte Byton mit. Die am Dienstag in Düsseldorf vereinbarte Kooperation werde beiden Seiten ermöglichen, "Ressourcen zu teilen, Vorteile zu nutzen und Geschäftsinnovation voranzutreiben", hieß es weiter. Byton bereitet derzeit in der chinesischen Provinz Jiangsu die Serienfertigung seiner ersten Modelle vor. Bosch bestätigte auf Anfrage von Golem.de die Unterzeichnung des Vertrages.

Stellenmarkt
  1. KION Group IT, Hamburg, Aschaffenburg
  2. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Braunschweig, München

Beide Unternehmen wollen demnach "regelmäßig technische Austausche durchführen, um gemeinsam einen branchenführenden Verarbeitungs- und Qualitätsstandard aufzubauen". Zudem wollen sie intensiv bei "Markenwerbung, Produktmarketing, Technologieförderung, Qualitätstraining, Kundendienst und Personalschulung zusammenarbeiten".

Exklusive Partnerschaft mit Daimler

Bislang war bereits bekannt, dass Bosch den Antriebsstrang für die geplanten Modelle K-Byte und M-Byte liefern soll. Die Batterie soll von CATL stammen, der 1,25 Meter breite Bildschirm von BOE Technology, die Sprachsteuerung von Baidu und die Fähigkeit zum autonomen Fahren von Aurora, dem Unternehmen von Chris Urmson, früher Chefentwickler von Googles autonomen Fahrzeugen.

Welche Fahrassistenzsysteme Bosch künftig liefern soll, wollte das Unternehmen auf Anfrage nicht sagen. Derzeit entwickelt Bosch zusammen mit Daimler die Technik für vollautomatisierte Funktionen. Allerdings haben beide Unternehmen vereinbart, dass das System für eine Dauer von zwei Jahren exklusiv nur in Mercedes-Benz-Fahrzeugen eingebaut werden darf. Sollte die Technik im Jahr 2021 offiziell zur Verfügung stehen, dürfte sie erst 2023 von anderen Bosch-Kunden genutzt werden. Vermutlich dürfte Aurora dann allerdings schon fertig sein.

Das von Byton geplante SUV kommt als M-Byte Ende 2019 zum Startpreis von 45.000 US-Dollar in China, Mitte 2020 in den USA und kurz darauf in Europa auf den Markt. Die Limousine K-Byte soll im Jahr 2021 folgen. Das von dem früheren BMW-Entwickler Carsten Breitfeld im Jahr 2016 gegründete Unternehmen ist neben Tesla ein weiteres Beispiel , wie bei der Elektromobilität neue Firmen die etablierten Hersteller herausfordern.

  • Byton hat sein Elektroauto M-Byte in Pebble Beach gezeigt. (Foto: Dirk Kunde)
  • Es ist das erste Konzeptfahrzeug des chinesischen Unternehmens. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das Auto ist für teilautomatisiertes Fahren ausgelegt. (Foto: Dirk Kunde)
  • Byton betrachtete seine Autos als Smart Devices. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das auffälligste Element im Innenraum ist das riesige Display. (Foto: Dirk Kunde)
  • Diese Kamera erkennt den Fahrer und öffnet ihm die Tür. Schlüssel gibt es für das Autos nicht. (Foto: Dirk Kunde)
  • Das zweite Konzeptfahrzeug von Byton ist der K-Byte. Er war erstmals in den USA zu sehen. (Foto: Dirk Kunde)
  • Es soll vollautomatisiert (Level 4) fahren.  (Foto: Dirk Kunde)
  • Dafür ist es mit weiteren Sensoren ausgestattet, etwa einem Lidar. (Foto: Dirk Kunde)
  • Daniel Kirchert, President und einer der zwei Gründer von Byton (Foto: Dirk Kunde)
Byton hat sein Elektroauto M-Byte in Pebble Beach gezeigt. (Foto: Dirk Kunde)


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Predator - Upgrade, Red Sparrow, Specttre, White Collar - komplette Serie)
  2. (Samsung 970 EVO PLus 1 TB für 204,90€ oder Samsung 860 EVO 1 TB für 135,90€)
  3. 99,90€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. Ghost recon Wildlands Ultimate Edition für 35,99€, The Banner Saga 3 für 9,99€, Mega...

M.P. 26. Sep 2018

... das glaube ich eher nicht. Wenn das Know-How abgesogen ist, gibt es keinen Grund mehr...

norbertgriese 26. Sep 2018

Daimler war auch im Vorstand von Tesla vertreten. Tesla kauft bis heute einige Teile bei...


Folgen Sie uns
       


Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth

WLAN-Überwachungskameras lassen sich ganz einfach ausknipsen - Golem.de zeigt, wie.

Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth Video aufrufen
Minecraft Earth angespielt: Die Invasion der Klötzchen
Minecraft Earth angespielt
Die Invasion der Klötzchen

Kämpfe mit Skeletten im Stadtpark, Begegnungen mit Schweinchen im Einkaufszentrum: Golem.de hat Minecraft Earth ausprobiert. Trotz Sammelaspekten hat das AR-Spiel ein ganz anderes Konzept als Pokémon Go - aber spannend ist es ebenfalls.
Von Peter Steinlechner

  1. Microsoft Minecraft hat 112 Millionen Spieler im Monat
  2. Machine Learning Facebooks KI-Assistent hilft beim Bau von Minecraft-Werken
  3. Nvidia Minecraft bekommt Raytracing statt Super-Duper-Grafik

Inside Bill's Brain rezensiert: Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos
Inside Bill's Brain rezensiert
Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos

Einer der erfolgreichsten Menschen der Welt ist eben auch nur ein Mensch: Die Netflix-Doku Inside Bill's Brain - Decoding Bill Gates zeichnet das teils emotionale Porträt eines introvertierten und schlauen Nerds, schweift aber leider zu oft in die gemeinnützige Arbeit des Microsoft-Gründers ab.
Eine Rezension von Oliver Nickel

  1. Microsoft Netflix bringt dreiteilige Dokumentation über Bill Gates

Banken: Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT
Banken
Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT

Ob Deutsche Bank, Commerzbank oder DKB: Immer wieder wackeln Server und Anwendungen bei großen Finanzinstituten. Viele Kernbanksysteme sind zu alt für aktuelle Anforderungen. Die Branche sucht nach Auswegen.
Eine Analyse von Manuel Heckel

  1. Bafin Kunden beklagen mehr Störungen beim Online-Banking
  2. PSD2 Giropay soll bald nahezu allen Kunden zur Verfügung stehen
  3. Klarna Der Schrecken der traditionellen Banken

    •  /