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Elektroauto-Sounddesign: Und der Benz macht leise "wuuuuh"

Daimler hat die Töne präsentiert, die Elektroautos bei langsamer Fahrt künftig in den USA und in Europa künstlich produzieren, um andere Verkehrsteilnehmer über ihre Präsenz zu informieren. Das Rückwärtsfahren bietet Diskussionsstoff.
/ Andreas Donath
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Tongenerator für das Avas (Bild: Daimler)
Tongenerator für das Avas Bild: Daimler

Niemand soll durch Unachtsamkeit oder schlechte Einsehbarkeit von einem Elektroauto umgefahren werden, haben sowohl die USA als auch die Europäische Union beschlossen. Deshalb müssen Elektroautos, Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge, die ab dem 1. Juli 2019 neu zertifiziert werden, bei geringem Tempo einen Warnton ausstoßen.

Wie der sich in den USA und Europa anhört, hat Daimler in einem kurzen Video vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) . Dabei wird ein Mercedes-Benz EQC einem Benziner gegenübergestellt.

Um es vorwegzunehmen: Es wird kein Sound aus Star Trek werden. Daimler will lediglich das vorhandene Geräusch verstärken, was sich in etwa so anhört wie das Abrollen der Räder. Es gibt von den Gesetzgebern aufwendige Bestimmungen, wie laut der Ton sein, welche Klanganteile er haben und bei welchem Tempo er künstlich erzeugt werden muss.

Einen Standardton gibt es jedoch nicht - jeder Hersteller kann seinen eigenen komponieren. In den USA muss zum Beispiel schon im Stand bei eingelegtem Gang ein Ton erzeugt werden, in Europa nicht. Das Rückwärtsfahren mit einem etwas nervigen Piepen scheint ebenfalls dazuzugehören. Eines ist verboten: abschalten.

Avas von Daimler
Avas von Daimler (01:42)

Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls zwischen einem Elektroauto ohne Geräuschgenerator und einem Fußgänger sei um 40 Prozent höher als die eines Unfalls zwischen einem Verbrennerfahrzeug und einem Fußgänger, warnte die britische Blindenorganisation The Guide Dogs for the Blind Association(öffnet im neuen Fenster) . Bereits zugelassene Fahrzeuge müssen jedoch nicht nachgerüstet werden.


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