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Elektroauto: Sion braucht bis Jahresende 50 Millionen Euro

Das Elektroauto-Startup Sono Motors will per Crowdfunding bis Ende des Jahres 50 Millionen Euro einsammeln, um den Sion bauen zu können. Der soll aber erst 2022 und damit später als versprochen vom Band laufen.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Sion: Solarzellen sollen Reichweite um bis zu 34 km erhöhen.
Sion: Solarzellen sollen Reichweite um bis zu 34 km erhöhen. (Bild: Sono Motors)

Das Elektrofahrzeug Sion von Sono Motors, das Solarzellen auf der Karosserie hat, kommt erst 2022 auf den Markt. Bisher wurde als Starttermin das zweite Halbjahr 2020 kommuniziert. Problematisch scheint auch die Finanzierung des Startups zu sein. So teilte Sono Motors mit, dass neue Finanzmittel erschlossen werden müssten, weil Gespräche mit internationalen Investoren gescheitert seien. Deren Vorstellungen hätten nicht den Werten der Gründer entsprochen.

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Nun soll eine Crowdfunding-Kampagne neues Geld in die Kassen bringen. Bis Ende 2019 sollen mindestens 50 Millionen Euro von Interessenten eingesammelt werden, die das Auto bestellen - zum Stückpreis von 25.000 Euro. Das wären demnach 2.000 Bestellungen. Bezahlt werden muss nur, wenn die 50 Millionen zusammenkommen. Auch ein Kleininvestorenprogramm wird angeboten.

Sono Motors begann 2016 mit einer Crowdfunding-Kampagne und holte danach Finanzinvestoren, Banken und weitere Geldgeber an Bord.

In einem Video sagen die Gründer, dass sie noch nicht bereit seien, aufzugeben. 10.000 Reservierungen hätten sie bereits. 2.000 Vollreservierungen zu jeweils 25.000 Euro seien nötig, um weitermachen zu können.

Im April 2019 wurde bekannt, dass der Sion in Schweden gefertigt werden soll, genauer gesagt von dem mehrheitlich chinesischen Unternehmen National Electric Vehicle Sweden (NEVS) am Standort Trollhättan.

Erste Schwierigkeiten deuteten sich bereits vorher an: Ursprünglich war der Produktionsstart für Ende 2019 kommuniziert worden. Auch am Preis wurde gedreht: Der Sion soll 25.500 Euro kosten, zuvor nannte der Hersteller einen Preis von 20.000 Euro. Der Grund für den höheren Preis ist der Akku mit 35 kWh, der eine Reichweite von 250 km ermöglichen soll. Geladen wird mit 10 kW Wechsel- oder 50 kW Gleichstrom.

Der Sion ist ein Fünftürer mit einer Länge von knapp 4,3 Metern und einer Breite von 1,8 Metern. Die Karosserie ist fast vollständig mit Solarzellen bestückt, die im Idealfall die Reichweite um 34 km erhöhen sollen. Der Akku des Autos kann den Strom nicht nur zum Fahren abgeben: Das Fahrzeug ist auch mit einem Stromausgang ausgerüstet.

Der Aachener Hersteller des Elektrokleinwagens e.Go hat ebenfalls Schwierigkeiten. So muss der Preis wegen der gestiegenen Umweltprämie und höherer Kosten bei Bauteilen anderer Hersteller erhöht werden. Der e.Go Life 60 mit 23,5-kWh-Stromspeicher soll ab 2020 für 20.600 Euro ohne Subventionen angeboten werden.

Mittlerweile gibt es aber zum Beispiel auch vom Volkswagen-Konzern mit dem Skoda Citigo e iV, dem Seat Mii Electric und dem VW E-Up Fahrzeuge mit einer Reichweite von 260 km (WLTP), die vor Subventionen ab ungefähr 22.000 Euro kosten, ebenfalls fünf Sitzplätze und zudem ein dichtes Händlernetz bieten.

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berritorre 04:52 / Themenstart

Naja, musst zugeben, dass das erst mal sehr komisch klingt. Nicht, dass man als...

berritorre 03. Dez 2019 / Themenstart

Keine Ahnung wer und was Loremo ist. Aber die wenigsten Startups brauchen da gross...

gadthrawn 03. Dez 2019 / Themenstart

Kein Hersteller muss etwas zuschießen. Und kein Hersteller muss etwas verteuern. Er kann...

sakudo 03. Dez 2019 / Themenstart

Wenn man sich die Dokumentation anschaut und ein wenig rechnet, dann findet man schnell...

fox82 03. Dez 2019 / Themenstart

Tesla: Start zur Pionierzeit vor ca. 15 Jahren, Ausreichend Risikokapital vorhanden...

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