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Elektroauto: Schweißprobleme beim Tesla Model 3 möglich

Das Model 3 von Tesla wird nicht in der geplanten Geschwindigkeit gefertigt. Nach Meinung von Experten könnte das an der Karosserie liegen, die größtenteils aus Stahl statt wie beim Model S aus Alu besteht.
/ Andreas Donath
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Schweißarbeiten an der Tesla-3-Karosserie (Bild: Instagram/Screenshot: Golem.de)
Schweißarbeiten an der Tesla-3-Karosserie Bild: Instagram/Screenshot: Golem.de

Beim Tesla Model S und dem Model X sind nach Expertenmeinung weniger Schweißarbeiten erforderlich als beim Model 3. Grund sind die unterschiedlichen Metalle, aus denen die Fahrzeuge gebaut werden. Während Tesla bei den bisherigen Fahrzeugen größtenteils auf Aluminium setzte, besteht das Model 3 – wohl auch aus Kostengründen – weitgehend aus Stahl.

Einem früheren Bericht des Wall Street Journals zufolge scheint die Produktionsstraße des Herstellers nicht in Gang zu kommen. Damals hieß es, dass Mitarbeiter die Autos in einem separaten Bereich der Fabrik zusammenbauten. Tesla-Chef Elon Musk veröffentlichte daraufhin auf Instagram(öffnet im neuen Fenster) ein Video, welches das automatische Fließband zeigt, mit dem aber nur mit einem Zehntel der geplanten Geschwindigkeit geschweißt wird. Das machte Experten hellhörig, wie Autonews(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Ron Harbour vom Beratungsunternehmen Oliver Wyman sagte demnach, Tesla habe bisher nicht viel Erfahrung mit Punktschweißen. In Musks Video fliegen bei der Tätigkeit der Schweißroboter Funken. "Widerstandsschweißen(öffnet im neuen Fenster) sollte ein wenig rauchen, aber wenn man sieht, dass so etwas rauskommt, nennt man das Schmelzaustrieb", kommentierte Michael Tracy von der Agile Group in Howell in Michigan. "Es ist symptomatisch, dass Schweißpunkte zu heiß werden, weil sie schlecht geplant sind, oder in diesem Fall, weil das Metall nicht ganz zusammengezogen wird."

Tesla übergibt die ersten Model 3
Tesla übergibt die ersten Model 3 (14:45)

Tesla erklärte, dass es zwar dauern werde, bis die Produktion in voller Geschwindigkeit arbeite, doch grundlegende Probleme gebe es nicht. Dem Experten Tracy zufolge fürchtet Tesla indes, dass die Schweißnähte sonst nicht gut seien. Für Akzeptanztests müsse die Anlage auf voller Geschwindigkeit laufen. Derartige Probleme werden normalerweise schon lange vor der geplanten Inbetriebnahme der Montagelinie angegangen – laut Harbour ungefähr vier bis sechs Monate vor Produktionsstart. Das werfe die Frage auf, wieviel Fachwissen vorhanden sei.


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