Elektroauto-Produktion: Tesla nimmt Konkurrenten überflüssige Arbeitskräfte ab

Die Produktion im brandenburgischen Tesla-Werk läuft langsam an. Seit dem 23. Mai 2022 wird im Zweischichtbetrieb gearbeitet. Dafür und für die geplante Ausweitung auf den Dreischicht-Betrieb wird viel Personal benötigt. Die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtet unter Berufung auf den brandenburgischen Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD), dass Tesla monatlich 500 bis 600 Mitarbeiter einstellt.
Tesla arbeite bei den Stellenbesetzungen auch mit der Agentur für Arbeit zusammen, um Arbeitskräfte zu rekrutieren, die bei deutschen Automobilherstellern nicht mehr benötigt würden, heißt es in dem Bericht.
Bislang seien etwa 4.100 bis 4.500 Mitarbeiter für die Gigafactory Berlin eingestellt worden, wovon trotz der geografischen Nähe zu Polen nur 10 Prozent von dort stammten, sagte Steinbach Reuters.
Tesla plant bis zu 12.000 Mitarbeiter am Standort Grünheide zu beschäftigen und bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr zu produzieren. Das wären rund 9.600 Autos pro Woche. Derzeit soll die Wochenproduktion bei 1.000 Stück liegen, heißt es in dem Bericht.
Verwirrung über Beschäftigungsabbau
Elon Musk sorgte Anfang Juni 2022 mit seiner Ankündigung, zehn Prozent der Tesla-Belegschaft entlassen zu wollen, für Aufregung und präzisierte später seine Aussage : Die Entlassungen wirkten sich nicht auf die Mitarbeiter aus, die Teslas Produkte zusammenbauen. Musk zufolge plant Tesla sogar, die Anzahl an Mitarbeitern auf Stundenlohnbasis, also offenbar in den Fabriken, zu erhöhen.
Als Grund für die Entlassungen an anderer Stelle gab Musk in seiner ersten E-Mail an, dass er ein "superschlechtes Gefühl" bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung habe.



