Elektroauto: Nissan Leaf steht vor dem Aus

Nissan plant laut einem Bericht von Automotive News(öffnet im neuen Fenster) , keine Nachfolgegeneration des Leaf auf den Markt zu bringen. Die Produktion der aktuellen Version solle bis Mitte des Jahrzehnts auslaufen, hieß es unter Berufung auf drei anonyme Quellen. Der japanische Hersteller könnte die Marke Leaf sogar ganz aufgeben.
Nissan hat neben dem Leaf noch das elektrische Crossover-SUV Ariya im Angebot, das aber deutlich teurer ist.
Der Hersteller will in den nächsten fünf Jahren rund 17,6 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investieren und bis 2030 15 neue Elektroautos vorstellen. Darunter könnten auch wieder kleinere Fahrzeuge als der Ariya sein.
Nissan teilte The Verge(öffnet im neuen Fenster) mit: "Wir sehen ein erneutes Interesse am Leaf mit der gestiegenen Nachfrage nach Elektroautos und seinem allgemeinen Preis-Leistungs-Verhältnis." Das könnte auch auf die allgemein schlechte Verfügbarkeit von Elektroautos zurückzuführen sein.

Der Nissan Leaf ist wahlweise mit einem 40 Kilowattstunden (kWh) großen Akku mit einer Reichweite von bis zu 270 km und einem 62-kWh-Akku mit bis zu 385 km Reichweite erhältlich. Die erste Generation kam 2010 auf den Markt, die zweite Generation mit stärkeren Motoren mit 110 bis 160 kW erschien 2017. Seit Januar 2019 gibt es wahlweise den größeren Akku.
Nissan Leaf lädt gemächlich
Der Leaf der zweiten Generation hat wie sein Vorgänger zwei Ladeanschlüsse: Chademo für Gleichstromladung mit bis zu 50 kW und Typ 2 für einphasige Ladung mit bis zu 6,6 kW. Der Chademo-Anschluss ist bidirektional, der Nissan Leaf kann somit unter Verwendung einer geeigneten Ladesäule auch Strom zurück ins Netz einspeisen(öffnet im neuen Fenster) .
Der Leaf wird in Japan, den USA und Großbritannien gebaut. Bis September 2020 wurden weltweit mehr als 500.000 Fahrzeuge(öffnet im neuen Fenster) ausgeliefert. Hauptabsatzland sind die USA, gefolgt von Japan und Norwegen.



