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Geduldsspiel: Laden an der Schukodose

Nach 165 km Fahrt zeigt das Display eine Restreichweite von 100 km. Rechnerisch müsste ich noch 155 km haben. Damit traue ich mich nicht auf den Brennerpass. Die erste Ladesäule aus der Plugsurfing-App finde ich nicht, die zweite berechnet 0,17 Euro pro Minute. Der ES 8 hat einen Schnellladeanschluss mit 90 kW Leistung nach chinesischem GB/T-Standard.

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Ich kann nur den Wechselstrom-Anschluss mit einem Typ-2-Kabel nutzen. Hier sind maximal 7 kW möglich. Doch die Ladeanzeige kommt nicht über 3,4 kW. Das wird mir zu teuer, darum ziehe ich den Stecker. Ich schlage zwei Fliegen mit einer Klappe und suche mir ein Hotel mit Ladeanschluss. Der entpuppt sich als Drehstromdose, für die ich keinen Adapter habe. Es bleibt nur die Schukodose.

Am nächsten Morgen verlasse ich mit 250 km Reichweite Innsbruck und schlängle mich hoch zum Brennerpass. Ich will so weit in den Süden wie möglich, denn bis Bozen ist Regen vorhergesagt. Ich komme bis Kurtinig, dessen italienischer Name Cortina sulla Strada del Vino sich schon mehr nach Urlaub anhört. Auf dem Dorfparkplatz steht eine Wechselstrom-Ladesäule.

Zeit für eine Zwischenbilanz: Ich bin 150 km über die Alpen gefahren und müsste noch 100 km haben. Doch die Anzeige steht bei 65 km. Kein schlechter Wert, wenn man bedenkt, dass ich von 574 Metern über dem Meeresspiegel auf 1.370 Meter rauf musste. Die Klimaanlage war die ganz Zeit eingeschaltet.

  • Der Nio ES8 bei der Testfahrt durch die Alpen  (Bild: Dirk Kunde)
  • Das Auto ist wie so viele Elektroautos...  (Bild: Dirk Kunde)
  • ... ein SUV (Bild: Dirk Kunde)
  • Das Auto hat ein Panoramadach. (Bild: Dirk Kunde)
  • Lenkrad und Sitze sind mit Leder bezogen, was hochwertig wirkt. (Bild: Dirk Kunde)
  • Im Fahrzeug ist Platz für sieben Insassen. (Bild: Dirk Kunde)
  • Die hinteren Sitze sind jedoch nur etwas für Kinder. (Bild: Dirk Kunde)
  • Ohne dritte Sitzreihe ist der Kofferraum geräumiger. (Bild: Dirk Kunde)
  • Einige Details haben uns gefallen, wie die die drahtlose Ladeeinrichtung für das Smartphone, ... (Bild: Dirk Kunde)
  • ... der Liegesitz für den Beifahrer ... (Bild: Dirk Kunde)
  • ... oder die Ablage unter der Mittelkonsole. (Bild: Dirk Kunde)
  • Weniger praktisch fanden wir das Menü: Es ist in Chinesisch. (Bild: Dirk Kunde)
  • Dafür steckte uns Nomi mit ihrer guten Laune an. (Bild: Dirk Kunde)
  • Das Laden war nicht immer ganz einfach. (Bild: Dirk Kunde)
  • Aber in Kombination mit einem Bad im Kalterer See dann auch nicht so schlimm. (Bild: Dirk Kunde)
  • Der Verbrauch lag bei von rund 26 kWh pro 100 km. (Bild: Dirk Kunde)
Der Nio ES8 bei der Testfahrt durch die Alpen (Bild: Dirk Kunde)

Um es vorwegzunehmen: Meine Kalkulation für die gesamte Testfahrt ergibt einen Verbrauch von rund 30 kWh pro 100 km. Der Bildschirm zeigt am Ende einen niedrigeren Durchschnitt von 26 kWh. Bei 63 kWh im Akku sind rechnerisch 242 km Fahrleistung drin.

Blauer Himmel, aber schlechte Zahlen

Meinen Ladestopp in Kurtinig nutze ich für einen Inspektionsrundgang um den himmelblauen SUV. In den 21-Zoll-Sport-Leichtmetallrädern arbeiten innenbelüftete Scheibenbremsen. Die großen Reifen lassen den 1,76 Meter hohen Wagen wuchtig wirken. Besonders markant ist seine hohe und senkrecht abfallende Front, unter der es übrigens keinen Stauraum gibt. Bei dieser Bauform ist ein Luftwiderstandskoeffizient von 0,29 fasst schon niedrig.

Das silberfarbene Nio-Logo auf der Haube visualisiert das Firmenmotto: Der blaue Himmel kommt. Eine Botschaft an Käufer, die unter dem Smog in chinesischen Metropolen leiden. Das 2014 gegründete Unternehmen setzt mit den Nio Houses auf den Club-Gedanken. Hier können Kunden sich treffen, Vorträge hören oder gemeinsam etwas unternehmen.

Kürzlich gab es einen kräftigen Dämpfer für das Unternehmen.

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mawa 04. Sep 2019

Doch, weil Schuko mit 230V bei max 16A nur ca. 3600W bereitstellt.

melaw 04. Sep 2019

Artikel garnicht gelesen, gell?

melaw 04. Sep 2019

Also in Österreich dürfen Elektroautos schneller fahren, aber nur heimische. Ist das...

ulink 02. Sep 2019

Na sicher, bei Leistung, bei Reichweite, beim Ladenetz, beim Verbrauch usw. Such Dir was...

JackIsBack 01. Sep 2019

Und wenn man nix mehr zu essen hat gibts Pferde Lassagne. :-D


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