Elektroauto: Mercedes elektrifiziert den Camper

Mit dem Elektroauto in den Campingurlaub? Ist nur noch eine Frage der Zeit.

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Mercedes EQV als Camper: Umbaumodule aus der Schweiz
Mercedes EQV als Camper: Umbaumodule aus der Schweiz (Bild: Daimler)

Mit dem Elektroauto in den Urlaub: Daimler bietet seit einigen Jahren Camper auf der Basis des Mercedes Vito an. Da liegt es nahe, die Marco-Polo-Produktreihe um einen elektrischen Camper zu ergänzen.

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Analog zu den Verbrennern ist die Basis der elektrische Van EQV. Den baut das Schweizer Unternehmen Sortimo zum Camper um.

Sortimo hat ein modulares Umbausystem für den EQV entwickelt. Dazu gehört eine Multifunktionsbox mit einer Schlafeinheit für den Fond und einem Küchenmodul für den Kofferraum. Das Schlafsystem ist faltbar. Die Liegefläche lässt sich laut Mercedes schnell und mit wenigen Handgriffen aufbauen und nimmt dann die ganze Fahrzeugbreite ein. Wird sie eingeklappt, können die hinteren Sitze uneingeschränkt genutzt werden.

Es gibt ein Aufstelldach mit Bett

Als weitere Module bietet Sortimo ein Aufstelldach mit Dachbett und schließlich eine Solaranlage. Sie besteht aus zwei Solarpanels, die zusammen eine Leistung von etwa 400 Watt Leistung liefern. Sie speisen Strom in die Starterbatterie und in die Batterie für den Camping-Betrieb.

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Bei den Modulen sei auf Leichtbauweise geachtet worden, teilte Mercedes mit. "Das zahlt sich besonders bei einem Einsatz im elektrischen Van aus, denn jedes gesparte Kilo bedeutet mehr Reichweite."

Den EQV, den Mercedes-Benz Vans 2019 vorgestellt hat, hat einen Frontmotor mit 150 Kilowatt Spitzen- und 70 Kilowatt Dauerleistung. Er wird mit zwei Akkugrößen angeboten: 60 Kilowattstunden und 90 Kilowattstunden. Die Reichweite beträgt dann rund 220 Kilometer beziehungsweise rund 340 Kilometer, jeweils nach der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP).

Die Zukunft ist elektrisch

"Der Reisemobilmarkt ist für Mercedes-Benz Vans von strategischer Bedeutung", sagte Klaus Rehkugler, Leiter Vertrieb und Marketing Mercedes-Benz Vans. "Wir wollen hier weiterwachsen und eine Vorreiterrolle in puncto Innovationen und Nachhaltigkeit einnehmen. Für uns ist klar: Die Zukunft ist elektrisch, auch in der Reisemobilbranche!"

Mercedes ist nicht der einzige Autohersteller, der das so sieht: So hat Volkswagen kürzlich einen Campingbus auf der Basis des elektrischen ID. Buzz angekündigt. Nissan zeigte vor einem Jahr das Konzept eines elektrischen Campers, der ebenfalls auf einem vorhandenen Modell aufbaut.

Ganz günstig ist der elektrische EQV-Camper nicht: Das Fahrzeug selbst kostet vor Abzug der Umweltprämie 71.400 Euro. Das Schlaf- und Küchensystem bietet Sortimo für umgerechnet etwa 4.600 Euro an, das Aufstelldach für 9.600 Euro. Eine voll ausgestattete Version des Campers, die auf einer Messe gezeigt wurde, kostet rund 135.000 Euro.

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