Elektroauto: Mazda verschiebt neuen Stromer zugunsten Hybridmodellen

Mazda soll die Einführung seiner neuen Elektroauto-Plattform um zwei Jahre nach hinten verschieben. Wie die japanische Automobilzeitschrift Nikkan Jidosha(öffnet im neuen Fenster) berichtet, soll der Grund dafür eine schwindende Nachfrage vor allem in den USA sein. Damit soll das neue Fahrzeug erst 2029 erscheinen.
In Europa verkauft Mazda mit dem 6e ein zusammen mit dem chinesischen Hersteller Changan entwickeltes Fahrzeug, das in den USA wegen der dort bestehenden Strafzölle allerdings unrentabel ist. Aktuell gibt es mit dem CX-6e nur noch ein weiteres vollelektrisches Mazda-Modell, das aufgrund von Zöllen aber auch nicht in den USA verkauft wird.
Ein Sprecher von Mazda erklärt Nikkan Jidosha zufolge, dass das Unternehmen die Verschiebung noch nicht öffentlich gemacht habe. "Wir werden den Anforderungen jedes Marktes weiterhin mit einer Multilösungsstrategie gerecht werden."
Hybrid statt Elektro
An die Stelle der verschobenen Elektroautoentwicklung soll die Arbeit an Hybridfahrzeugen treten. Diese Kombination aus Elektro- und Verbrennermotor verkauft sich aktuell offenbar besser in den USA, weshalb Mazda sich darauf konzentrieren will.
Das Elektroauto soll in der Fabrik im japanischen Hofu gefertigt werden und flexibel etwa hinsichtlich der Batteriegröße sein. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen mittelgroßen Crossover handeln, der eigentlich 2027 in die Produktion gehen sollte.
Aktuell gibt es zahlreiche Automobilhersteller, die ihre Elektroautoentwicklung und -produktion reduzieren, unter anderem Ford oder Porsche. Vor allem der US-amerikanische Markt ist für die Hersteller unattraktiver geworden, da die aktuelle US-Regierung unter anderem die Elektroautoförderung gestrichen hat.