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Elektroauto: Laut Tesla bietet FSD für schlecht sehende Fahrer "Freiheit"

Teslas Fahrassistent Full Self Driving (FSD) benötigt eine menschliche Aufsicht – Tesla teilt ein Video von einem Fahrer mit schlechten Augen.
/ Tobias Költzsch
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Ein älterer Herr mit schlechten Augen hat sich einen Cybertruck mit FSD gekauft, um weiterhin fahren zu können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Ein älterer Herr mit schlechten Augen hat sich einen Cybertruck mit FSD gekauft, um weiterhin fahren zu können. Bild: Tobias Költzsch/Golem

Ein 71-jährige Amerikaner hat in einem Interview erklärt, sich einen Cybertruck mit Teslas Fahrassistenten FSD gekauft zu haben, weil seine Sehkraft schlechter wird. Teslas Nordamerika-Konto bei X teilte(öffnet im neuen Fenster) den kurzen Clip mit dem Stichwort "Freiheit" .

Teslas Full Self Driving ist, anders als der Name nahelegt, kein vollständig autonomes System. Bei der Level-2-Fahrassistenz müssen Fahrer immer bereit sein, das Auto zu übernehmen und sofort zu reagieren. Das System kann von einem Ort komplett zum nächsten navigieren, weshalb es Nutzern eine nicht hundertprozentig vorhandene Sicherheit vorgaukelt.

In der Regel arbeitet FSD ziemlich gut, für Fahrer mit unbehandelter Sehschwäche ist das System aber auch in den USA rein rechtlich nicht vorgesehen. Das Interview mit dem Ricky genannten Mann stammt von einem Tesla-Investor, der Fan der Marke ist.

Älterer Herr mit Sehschwäche fuhr Tesla mit FSD

Dem Video zufolge war Ricky wegen seines nachlassenden Augenlichts bei einem Augenarzt, der ihm einen Tesla empfohlen habe. Der Arzt soll sich mit ihm getroffen und ihm das System in einem Cybertruck erklärt haben. Ricky ist eigenen Angaben zufolge anderthalb Stunden mit dem Auto herumgefahren.

Anschließend habe der Mann einen Cybertruck samt FSD-Paket gekauft. In den Kommentaren zu dem kurzen Interview finden sich neben zahlreichen unterstützenden Meldungen auch Posts, die darauf hinweisen, dass Fahrer ohne entsprechendes Sehvermögen kein Auto fahren dürfen.

Dass Tesla Nordamerika das Video teilt und den Eindruck vermittelt, dass Fahrer mit nachlassendem Augenlicht einfach einen Tesla mit FSD fahren sollten, wird kritisiert. Einige betonen, dass zahlreiche Anwälte sich über das Video freuen dürften. In den USA ist es durchaus üblich, dass Unfallbeteiligte vor Gericht ziehen. Tesla Nordamerika teilte(öffnet im neuen Fenster) noch ein weiteres Video einer älteren Frau, die dank FSD wieder unbeschwert Autofahren kann. Auch hier gibt es Kritik.


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