Elektroauto: Hyundai Ioniq 3 soll viel Reichweite und Platz bieten
Hyundai hat den Ioniq 3 vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) und positioniert das Modell als elektrischen Kompaktwagen für den europäischen Massenmarkt.
Auffällig ist, wie präzise Hyundai eine Lücke zwischen Preis, Raumangebot und Alltagstauglichkeit anvisiert. Das Auto misst rund 4,16 Meter in der Länge und hat einen Radstand von 2,68 Metern. Damit bewegt es sich in einem Segment, in dem in den kommenden Monaten intensiv um Marktanteile gerungen werden dürfte.
Zur Wahl stehen zwei Akkus: ein kleineres Modell mit 42,2 kWh und eine größere Version mit 61 kWh. Hyundai nennt dafür WLTP-Reichweiten von 344 beziehungsweise 496 Kilometern. Schon diese Spanne macht deutlich, dass das Modell nicht nur als günstiger Stadtwagen gedacht ist. Vielmehr soll der Ioniq 3 auch Käufer ansprechen, die ein kompaktes Elektroauto als vollwertiges Erstfahrzeug betrachten.
Bei Leistung und Fahrwerten bleibt Hyundai im vernünftigen Bereich: knapp 100 bis 108 kW, maximal 170 km/h und ein auf Effizienz statt Show ausgelegtes Set-up.
Im Wettbewerb mit VW
Spannend ist der direkte Vergleich zum ID.Polo. Der Kofferraum des Hyundai soll 441 Liter fassen und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie der VW. Dazu kommt der lange Radstand, der dem Innenraum zugutekommt. Ein Frunk fehlt allerdings, weil unter der Fronthaube die Antriebseinheit sitzt.
Beim Laden geht Hyundai einen Sonderweg. Serienmäßig gibt es einen 11-kW-AC-Lader, optional sind 22 kW möglich, was in diesem Segment ein Novum ist. An der Schnellladesäule werden je nach Akku bis zu rund 110 beziehungsweise 119 kW erreicht. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent bleibt mit etwa einer halben Stunde im üblichen Rahmen. Dazu kommen Vorkonditionierung, Routenplanung und Plug & Charge – also die Softwarefunktionen, an denen sich im Alltag oft entscheidet, ob ein Elektroauto praktisch oder lästig wirkt.
Haptische Bedienelemente
Im Innenraum fällt eine Entscheidung auf, die viele Hersteller inzwischen wieder vorsichtiger angehen: Hyundai behält haptische Bedienelemente bei. Zwar zieht mit Pleos Connect ein neues Infotainmentsystem auf Basis von Android Automotive ein, doch wichtige Funktionen sollen weiterhin über echte Schalter bedienbar bleiben.
Die Auslieferung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Preise nannte Hyundai noch nicht.
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