Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Elektroauto: Firma des Swatch-Gründers entwickelt Brennstoffzellenauto

Belenos, ein vom verstorbenen Swatch-Chef Nicolas Hayek gegründetes Unternehmen, hat ein Elektroauto mit Brennstoffzelle entwickelt und gebaut. Bis zur Serienreife dauere es aber noch einige Jahre, sagt Sohn Nick Hayek.
/ Werner Pluta
25 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Prototyp mit Brennstoffzelle fährt: Nick Hayek (Bild: Fabrice Coffrini/Getty Images)
Prototyp mit Brennstoffzelle fährt: Nick Hayek Bild: Fabrice Coffrini/Getty Images

Aus der Schweiz kommt das Konzept eines umweltfreundlichen Autos: Nicolas Hayek, der 2010 gestorbene Gründer des Schweizer Uhrenherstellers Swatch, hat die Entwicklung eines Autos mit Brennstoffzelle initiiert. Ein Prototyp existiere bereits, berichtet die Neue Zürcher Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .

Prototyp getestet

Das Auto, das in Zusammenarbeit mit dem Paul-Scherrer-Institut entstand, werde mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betrieben, sagte Nick Hayek, Sohn des Swatch-Gründers und jetziger Chef des Uhrenherstellers. Das Fahrzeug habe sich bei Tests schon bewährt. "Wir wissen aber noch nicht, ob das Fahrzeug kostengünstig herstellbar ist und die Leistung tatsächlich genügen wird."

Als Nächstes soll eine Tankstelle für die umweltfreundlichen Treibstoffe fertiggestellt werden. Diese soll laut Hayek im Frühjahr in Betrieb gehen. Die Tankstelle soll den gesamten Energiekreislauf umfassen. Das bedeutet, sie wird mit Solarzellen ausgestattet, die die Energie für die Herstellung von flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff liefern.

In vier bis fünf Jahren serienreif

Das System befinde sich jedoch noch im Prototypenstadium, erklärte Hayek. "Wir sind noch mindestens vier bis fünf Jahre entfernt von einer Kommerzialisierung." Ziel sei, in Zukunft Brennstoffzelle und Akku, also die zentralen Komponenten des Autos, in der Schweiz zu produzieren.

Für das Projekt hatte Nicolas Hayek das Unternehmen Belenos Clean Power Holding gegründet, das er bis zu seinem Tod leitete. Sohn Nick hat die Nachfolge angetreten. Dem Verwaltungsrat gehört unter anderem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an.


Relevante Themen