Elektroauto: Firma des Swatch-Gründers entwickelt Brennstoffzellenauto
Aus der Schweiz kommt das Konzept eines umweltfreundlichen Autos: Nicolas Hayek, der 2010 gestorbene Gründer des Schweizer Uhrenherstellers Swatch, hat die Entwicklung eines Autos mit Brennstoffzelle initiiert. Ein Prototyp existiere bereits, berichtet die Neue Zürcher Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .
Prototyp getestet
Das Auto, das in Zusammenarbeit mit dem Paul-Scherrer-Institut entstand, werde mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betrieben, sagte Nick Hayek, Sohn des Swatch-Gründers und jetziger Chef des Uhrenherstellers. Das Fahrzeug habe sich bei Tests schon bewährt. "Wir wissen aber noch nicht, ob das Fahrzeug kostengünstig herstellbar ist und die Leistung tatsächlich genügen wird."
Als Nächstes soll eine Tankstelle für die umweltfreundlichen Treibstoffe fertiggestellt werden. Diese soll laut Hayek im Frühjahr in Betrieb gehen. Die Tankstelle soll den gesamten Energiekreislauf umfassen. Das bedeutet, sie wird mit Solarzellen ausgestattet, die die Energie für die Herstellung von flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff liefern.
In vier bis fünf Jahren serienreif
Das System befinde sich jedoch noch im Prototypenstadium, erklärte Hayek. "Wir sind noch mindestens vier bis fünf Jahre entfernt von einer Kommerzialisierung." Ziel sei, in Zukunft Brennstoffzelle und Akku, also die zentralen Komponenten des Autos, in der Schweiz zu produzieren.
Für das Projekt hatte Nicolas Hayek das Unternehmen Belenos Clean Power Holding gegründet, das er bis zu seinem Tod leitete. Sohn Nick hat die Nachfolge angetreten. Dem Verwaltungsrat gehört unter anderem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an.
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