Elektroauto: Faraday Future verklagt ehemaligen Finanzvorstand

Faraday Future klagt gegen einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter: Der chinesische Elektroautohersteller behauptet, er habe, als er Faraday Future im November 2017 verließ, Betriebsgeheimnisse mitgenommen sowie Mitarbeiter abgeworben.
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Faraday Future wirft Stefan Krause vor, er habe, noch während er als Finanzvorstand beim Elektroautohersteller war, sein neues Unternehmen Evelozcity gegründet, das einen elektrischen Lieferwagen bauen will. Zudem habe er Mitarbeiter dazu bewegen wollen, bei ihm anzuheuern.
Die Klage richtet sich gegen Krauses neues Unternehmen
Die Klage, die bei einem Bezirksgericht von Kalifornien eingereicht worden ist, richtet sich gegen Evelozcity. Allerdings will Faraday Future auch noch ein Schiedsgerichtsverfahren gegen den ehemaligen Finanzchef sowie gegen den ehemaligen Technikchef Ulrich Kranz einleiten. Das geht aus einer internen E-Mail hervor, die dem US-Onlinenachrichtenangebot The Verge zugespielt(öffnet im neuen Fenster) wurde.
Evelozcity weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen nutze keine Technologie von Faraday Future. Es brauche diese nicht, heißt es in einer Stellungnahme. "Diese Klage setzt Faradays Muster fort, falsche und aufrührerische Anschuldigungen gegen uns zu erheben." Evelozcity werde sich zu gegebener Zeit zu den unbesonnenen und falschen Behauptungen äußern.
Faraday Future wollte Tesla Konkurrenz machen
Faraday Future wurde von dem chinesischen Unternehmer Jia Yueting gegründet. Das Unternehmen wollte Elektroautos bauen und damit Tesla Konkurrenz machen. Das Unternehmen baute eine Fabrik in Nevada und erhielt hohe Subventionen von dem US-Bundesstaat .
Ende 2016 bekam Faraday Future Finanzprobleme und stoppte den Bau der Fabrik . Um die Schwierigkeiten zu lösen, holte Jia Anfang 2017 den ehemaligen Deutsche-Bank-Manager Krause. Kranz kam ein halbes Jahr später von BMW.
Beide verließen Faraday Future Mitte Oktober 2017 schon wieder. Faraday Future wiederum behauptete Anfang November, beide entlassen zu haben. Zudem drohte Jia mit rechtlichen Schritten.



