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Elektroauto: Fahren mit einem Banshee

Mercedes-Benz holt sich mit James Cameron Hilfe aus Hollywood für seine Vision AVTR. Das autonom fahrende Elektroauto verbindet sich mit dem Fahrer - wie ein Na'vi mit einem Banshee-Flugdrachen.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
Mercedes-Konzeptfahrzeug AVTR: Ein Auto soll intuitiv zu bedienen sein.
Mercedes-Konzeptfahrzeug AVTR: Ein Auto soll intuitiv zu bedienen sein. (Bild: Daimler)

Autohersteller platzieren ihre Modelle in Hollywood-Produktionen. Das ist nichts Neues, doch Mercedes-Benz holt sich mit James Cameron (Terminator, Titanic, Avatar) einen berühmten Regisseur der Traumfabrik ins Entwicklungsteam. Unter dem Namen AVTR entstand das gleichnamige Showcar, das Daimler-Chef Ola Källenius und James Cameron auf der CES in Las Vegas vorgestellt haben. Avatar - Aufbruch nach Pandora ist die Geschichte um die Vertreibung des Volkes Na'vi auf dem Mond Pandora, um wertvolle Rohstoffe zu fördern. Bis Mitte 2019 galt das Abenteuer als umsatzstärkster Streifen der Filmgeschichte. Dann wurde er von Avengers Endgame abgelöst.

Inhalt:
  1. Elektroauto: Fahren mit einem Banshee
  2. Leichte und recycelte Materialien

Somit setzt Mercedes-Benz auf eine populäre und emotionale Handlung als Vorlage. Beim Namen AVTR wurden nicht einfach Vokale aus dem Filmtitel vergessen. Das Akronym steht für Advanced Vehicle Transformation. "Es ist ein Auto, das man liebt, mit dem man sich körperlich verbindet", sagt Källenius. Auch hier dient das Volk der Na'vi als Vorbild. In ihrem Zopf steckt eine Antenne, mit der sie sich beispielsweise mit ihren Flugdrachen (Banshee) verbinden. "Ein fünfjähriger Na'vi kann auf ein Banshee springen, sich verbinden und ihn fliegen. Genauso intuitiv sollte ein Auto zu bedienen sein", sagt Regisseur Cameron bei der Präsentation.

Menü in der Handfläche

Nach dem Einsteigen legt der Fahrer seine Hand auf ein Steuerungselement, das aussieht wie der Panzer eines Reptils. Das autonom fahrende Elektroauto startet. Herz- und Atemfrequenz des Fahrers werden erfasst. Es gibt weder Pedale noch Lenkrad. Die vorderen Flächen werden als Projektionsleinwände genutzt. Die gezeigten Landschaften erinnern an den Lebensraum der Na'vi im Film Avatar. Ein Projektor im Dach wirft Menüsymbole auf die erhobene Handfläche des Fahrers. Schließt er die Hand, bestätigt dies die Auswahl.

Die Rückseiten der Vordersitze dienen ebenfalls als Projektionsflächen für Informationen entlang der Fahrstrecke. Kinder können spielerisch bei einem Quiz Punkte sammeln und so die Fahrzeit verkürzen.

  • Daimler-Chef Ola Källenius präsentiert das Konzeptfahrzeug AVTR auf der CES 2020. (Bild: Dirk Kunde)
  • Mit auf der Bühne: Regisseur James Cameron (l.) - das Fahrzeug ist von seinem Film Avatar inspiriert. (Bild: Dirk Kunde)
  • Cameron zeigte Bilder aus dem zweiten Avatar-Film, ... (Bild: Dirk Kunde)
  • ... der Ende 2021 herauskommen soll. (Bild: Dirk Kunde)
  • Schon die Bezeichnung AVTR spielt auf den Film an. (Bild: Daimler)
  • Es soll intuitiv bedienbar sein. (Bild: Daimler)
  • Die Klappen, die an Schuppen eines Echsenpanzers erinnern, dienen der Aerodynamik. (Bild: Daimler)
  • In dem Fahrzeug sind viele Recycling-Materialien verbaut. Der Akku basiert auf organischen Stoffen. (Bild: Daimler)
  • Die Räder sind kugelförmig, was das Manövrieren vereinfacht. (Bild: Daimler)
  • Die nach vorne gezogenen Kopfstützen sollen an die Zöpfe erinnern, mit denen sich die Na'vi verbinden. (Bild: Daimler)
  • Das Bedienungskonzept ist innovativ: Die Hand wird zum Bildschirm, über den Icons geklickt werden. (Bild: Daimler)
  • Das zentrale Steuerelement sieht aus wie der Panzer eines Reptils. (Bild: Daimler)
Daimler-Chef Ola Källenius präsentiert das Konzeptfahrzeug AVTR auf der CES 2020. (Bild: Dirk Kunde)
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Die Form der Rückbank verläuft über die Köpfe der Kinder nach vorn und dient den vorderen Passagieren als Kopfstütze. Es wirkt optisch wie die Zopfverbindung der Na'vi. Sich öffnende Klappen auf der Außenseite des Hecks sehen aus wie Panzerelemente eines Tieres, die sich aufrichten. Dabei dienen sie aerodynamischen Gründen. Die beleuchteten Reifen sind kugelförmig, was diagonale Fahrten im Passgang und Wenden auf engstem Raum ermöglicht. Die Begründung der Designer: Kugelreifen haben kleinere Auflageflächen und beschädigen so weniger Boden. Auf geteerten Straßen dürfte das keine Rolle spielen und das Fehlen der Traktion ist sicherlich kontraproduktiv. Aber ein Showcar zeigt in erster Linie Visionen und weniger praktischen Nutzen.

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Leichte und recycelte Materialien 
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UristMcMiner 10. Jan 2020

Ja, sobald man merkt dass die Abstraktionsfähigkeit abnimmt weiß man dass man in...

DeepSpaceJourney 09. Jan 2020

Interessant, mein Post vom BMW passt auch genau hier drunter: Zu ergänzen wäre noch, dass...

bigm 08. Jan 2020

na bissen bling und bisschen plong und es macht peng und weg ist die heiße luft ;)

DeepSpaceJourney 07. Jan 2020

Die BEV-Nische ist auch nicht Daimlers Hauptgeschäft.

Bouncy 07. Jan 2020

OP lesen! Da steht was von "Hand drauf, und dann?". Also, was wissen wir nun nach dem...


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