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Leserfragen beantwortet: Fährt der E-Golf auch bei Gewitter?

Gibt es den E-Golf mit Anhängerkupplung? Wie laut ist das Elektroauto? Was beeinflusst die Reichweite? Unsere Leser wollten einiges über das Elektroauto von VW wissen, das wir getestet haben. Hier sind die Antworten.

Artikel von und veröffentlicht am
VW E-Golf: Mit welcher Farbe fährt das Auto am schnellsten?
VW E-Golf: Mit welcher Farbe fährt das Auto am schnellsten? (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wie fährt sich ein Elektro-Golf? Wir haben das Elektroauto zwei Wochen lang getestet - und waren nicht immer glücklich damit. Eine Überlandfahrt in den Nordwesten Brandenburgs brachte uns arg ins Schwitzen, denn das Auto zu laden, erwies sich schwieriger als gedacht.

Inhalt:
  1. Leserfragen beantwortet: Fährt der E-Golf auch bei Gewitter?
  2. Was bietet der E-Golf?
  3. Welches Zubehör bietet VW?
  4. Blitzschlag und schnelle Farbe

Vor dem Test hatten wir die Leser aufgefordert, uns ihre Fragen zu schicken. Es kamen mehrere Dutzend zusammen. Wir haben uns redlich bemüht, sie zu beantworten. Viele Fragen bezogen sich auf das Thema Laden und Reichweite. Deshalb fangen wir damit auch an.

Frage: Wie sind das Fahrverhalten, die Reichweite, der Verbrauch in der Stadt und auf der Autobahn? Und wie schnell lädt der Wagen wieder auf?

Golem.de: Das Fahrverhalten ist angenehm. Das Auto beschleunigt gut - von leichtem Reifendurchdrehen abgesehen. Es ist sehr leise. Zu hören sind eher andere Autos. Der E-Golf lässt sich mit 50 Kilowatt aufladen. Da man meist nicht mit völlig leerem Akku zur Ladestation fährt, dauert das Laden dann ein halbe Stunde bis 40 Minuten.

Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab

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Frage: Wie ist die wirkliche Reichweite?

Golem.de: Eine "wirkliche" Reichweite gibt es bei Elektroautos leider nicht. Das hängt sehr von der Fahrsituation ab, von den Außentemperaturen und auf der Autobahn vor allem von der Geschwindigkeit. Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit.

  • Wir fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn: Golem.de hat den E-Golf getestet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Auto ist derzeit das beliebteste Elektroauto in Europa. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto fährt sich wie ein Automatikfahrzeug - für an Schaltwagen gewohnte Fahrer eine Umstellung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Höchstgeschwindigkeit des E-Golf beträgt etwa 155 km/h. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit voll geladenem Akku kommt der E-Golf etwa 250 km weit. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Durchdacht: Die Karte des Navi wird im Armaturenbrett angezeigt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display hat eine Gestensteuerung: Es wird aktiviert, wenn sich die Hand nähert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • VW bietet für den E-Golf als optionales Zubehör Assistenzsysteme an, darunter einen Parkassistenten... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... und einen Spurhalteassistenten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Spurhalteassistent unterstützt aber nur und fährt nicht selbst. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Dafür ist der VW mit Sensoren ausgerüstet, wie einem Radar... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • .. und einer Kamera. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Diese sind auch für den Fahrer nützlich, etwa beim Rückwärtsfahren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Weniger Spaß als das Fahren macht das Laden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Je nach benutztem Ladestrom... (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • ... dauert das Laden lange ...  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... oder sogar sehr lange. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Praktikabel ist nur das Laden mit 50-kW-Gleichstrom. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Zum Laden authentifiziert der Fahrer sich mit einer Karte an der Ladesäule. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Allerdings sind die Abrechnungsysteme nicht unbedingt kompatibel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Wir fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn: Golem.de hat den E-Golf getestet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Unser Test ergab einen Durchschnittsverbrauch von 15,3 Kilowattstunden pro 100 Kilometer bei einer ausgewerteten Strecke von 1.249 Kilometern. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 23 Kilometer pro Stunde. Das entspricht bei einer Akkukapazität von 35,8 kWh einer rechnerischen Reichweite von 233 Kilometern. In der Praxis wird man meist jedoch früher aufladen, um nicht mit leerem Akku liegenzubleiben. Daher ist eine tatsächliche Reichweite von 200 Kilometern, wie von VW angegeben, durchaus realistisch.

Frage: Kann man den E-Golf an einer Haushaltssteckdose aufladen?

Golem.de: Ja, dafür gibt es einen Adapter. Es dauert aber recht lange. Bei 2,3 Kilowatt liegt die Ladedauer bei 17 Stunden, bei 3,6 Kilowatt sind es 10,5 Stunden.

Frage: Wie viel Reichweite bringt eine Ladezeit von 1,5 Stunden an der normalen Netzdose?

Golem.de: Bei 2,3 Kilowatt Ladeleistung kommt man damit etwa 22 Kilometer weit. Bei 3,6 Kilowatt etwa 35 Kilometer.

Frage: Wie viel Ampere zieht das 16A-Ladegerät und wie heiß wird die Steckdose? Beim Smart fand ich's schon grenzwertig.

Golem.de: Per definitionem sollte ein 16-Ampere-Ladegerät auch 16 Ampere ziehen, wenn die Steckdose das hergibt. Wie heiß die Dose wird, hängt vom Kontaktwiderstand ab. Die Gefahr besteht, dass eine normale Haushaltssteckdose sich zu stark erhitzt und im schlimmsten Fall abbrennt. Sicherer sind daher sogenannte Wallboxen.

Entlädt sich der Akku?

Frage: Wie weit kommt der E-Golf, wenn er nach dem Aufladen draußen eine Woche steht?

Golem.de: Die Selbstentladung macht nicht viel aus. Allerdings verbraucht die Elektronik eines Autos weiterhin im Standby-Modus Energie, zum Beispiel für Keyless Access.

Frage: Wie viele Kilometer mehr schaffe ich, wenn ich das Radio ausschalte?

Golem.de: Das hängt vermutlich davon ab, wie laut die Musik aufgedreht wird. Der E-Golf braucht durchschnittlich 153 Wattstunden pro Kilometer. Das zusätzliche Soundsystem Dynaudio Excite hat eine Gesamtleistung von 400 Watt. Wer eine Stunde lang bei voller Lautstärke Musik hört, verkürzt die Reichweite damit um fast drei Kilometer.

Frage: Wie ist so die Reichweite, wenn man einen kleinen Wohnwagen anhängt?

Golem.de: Für den E-Golf ist keine Anhängerkupplung zugelassen.

Frage: Habt ihr getestet, wie sich die Reichweite verändert, wenn eine Person oder vier Personen im Auto sitzen? Was ist mit Radio, Klimaanlage, Sitzheizung bei Außentemperaturen von -10° C bis -20° C? Der Wagen muss vorher die Nacht draußen gestanden haben, ohne am Netz zu hängen. Fahrt dann kombiniert außerorts und innerorts.

Golem.de: Diesen Test können wir leider nicht durchführen. VW hat jedoch auf seinen Internetseiten einen Reichweitenrechner. Demnach reduziert sich die Reichweite bei Kälte deutlich.

Das Smartphone zu laden, kostet Reichweite

Frage: Um wie viel Prozent verringert sich die Reichweite, wenn man das Smartphone beim Fahren lädt?

Golem.de: Ein Smartphone-Akku speichert bei 2.000 Milliamperestunden eine Energie von etwa 7,5 Wattstunden. Damit kommt der E-Golf knapp 50 Meter weit.

Frage: Mit welchen Apps plant ihr, plant ihr vor der Fahrt, nutzt ihr ein eingebautes Navi und hat dieses einen E-Tankstellen-Finder?

Golem.de: Es gibt verschiedene Apps und Webseiten, um Ladestationen zu finden. Wir haben sowohl die App von VW (Charge & Fuel) als auch die App von Plugsurfing genutzt. Ladestationen findet man auch gut mit goingelectric.de. Dort können beispielsweise die einzelnen Anbieter herausgefiltert werden. Filtermöglichkeiten bietet aber auch Plugsurfing.

Frage: Wie oft findet ihr einen freien Parkplatz mit Ladesäule in vertretbarer Nähe zum Ziel?

Golem.de: Schwieriges Thema. Dazu werden wir einen eigenen Artikel veröffentlichen.

Der Schnelllader für daheim

Frage: Was kostet dazu noch der Einbau einer Schnellladestation in meiner Garage?

Golem.de: Eine Schnellladestation mit 50 Kilowatt in der eigenen Garage dürfte sehr teuer sein. Zudem dürfte das ein normaler Anschluss für ein Einfamilienhaus nicht hergeben. Normalerweise müssen alle Verbraucher mit mehr als 7,2 Kilowatt beim Stromversorger angemeldet werden. Mit Drehstrom gibt es Wallboxen für bis zu 22 Kilowatt. Eine Wallbox für 11 Kilowatt kostet bei Mennekes 1.800 Euro, eine 22-Kilowatt-Wallbox hingegen 1.700 Euro. Aber nicht alle Autos können mit 22 Kilowatt Wechselstrom geladen werden.

Frage: Kann ich daran auch noch andere E-Autos laden oder muss ich mir jedes Mal einen neuen Stecker kaufen?

Golem.de: Die Stecker sind normiert. Es empfiehlt sich eine Typ-2-Ladesteckdose.

Frage: Werden bei den E-Tankstellen Lounge-Areas eingerichtet mit Kaffee und Snacks während des rund einstündigen Tankvorgangs, um für die nächsten 200 km gerüstet zu sein bis zur nächsten "Zwangspause"?

Golem.de: Die Ladestationen, die wir aufgesucht haben, waren eher spartanisch ausgestattet. Da gab es vielleicht einen Supermarkt, eine Tankstelle oder eine Cafeteria, um sich die Zeit zu vertreiben. Die Erfahrung haben wir letztes Jahr mit dem Tesla auch schon gemacht. Tesla baut aber große Supercharger mit einer Art angeschlossenen Raststätte, die aber eben nur für Tesla-Fahrer sind.

Neben dem Thema Laden interessieren sich die Leser auch für das Auto selbst, für die Ausstattung und das Fahrverhalten, etwa die Beschleunigung.

Was bietet der E-Golf? 
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andy01q 04. Jan 2018

Wenn es ähnlich lange Dauern und ich nicht umsteigen müsste und ich einen vernünftigen...

Dyanarka 27. Nov 2017

Das Fazit aller Fragen und Antworten lautet: Im Vergleich zu einem "Fossilen" ist das E...

thinksimple 26. Nov 2017

Was wolltest du für eine Antwort auf die Frage wo der Strom herkommt?

ArcherV 23. Nov 2017

Richtig. Für meinen Benziner Hybrid zahle ich 36¤ Steuern - da kommt auch kein normaler...


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