Tun die was?

Das meinen sie sieben Jahre nach Marktstart von Teslas Model S tatsächlich ernst. Elon Musk wird für seine großspurigen Ankündigungen oft belächelt. Doch sein Unternehmen hat seit 2012 insgesamt über 540.000 Elektroautos ausgeliefert. Den ersten Roadster mitgerechnet, verfügt Tesla über zehn Jahre Erfahrung mit Elektromotoren, Antriebssträngen, Ladesäulen, Software und vor allem Akkus. Gemeinsam mit Panasonic fertigt der US-Autobauer seine eigenen Zellen.

Anders als bei Elektromotoren dürften bei den Energiespeichern die größten Effizienzsteigerungen möglich sein. Tesla hat bei gleicher Baugröße die Kapazität im Model S von 60 auf 100 kWh erhöht. Doch von den deutschen Autoherstellern engagiert sich niemand entschieden bei der Akkufertigung.

Einzige Ausnahme ist Daimler mit Accumotive. Doch die Stuttgarter haben kürzlich die Heimspeicher-Batterien aus dem Programm genommen.

BMW investiert lediglich in ein Forschungszentrum. Dabei bedeutet eine eigene Akku-Fertigung nicht nur Know-how-Vorsprung, sondern auch Unabhängigkeit. Das musste Audi bereits schmerzlich erfahren. Laut Medienberichten führte unter anderem eine spontane Preiserhöhung durch Akkulieferant LG zu den Verzögerungen beim E-Tron.

Der Volkswagen-Konzern ist das beste Beispiel für die Zerrissenheit der Branche. Da kritisiert VW-Chef Herbert Diess in Interviews neue Umweltvorschriften. Laut EU soll der zulässige Flottenverbrauch ab 2030 bei 59,4 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer liegen. Mit Modellen wie dem Amarok, der eher an der 200-Gramm-Grenze liegt, ist das natürlich nicht zu schaffen.

Wenn der Grenzwert so komme, droht Diess der Bundesregierung mit einem Abbau von 100.000 Jobs innerhalb der nächsten zehn Jahre. Vom Verursacher des Dieselskandals hätte man mehr Verständnis und Unterstützung in Sachen Umweltschutz erwartet.

Zudem ist Diess Drohung ziemlich leer. Der Jobabbau kommt ohnehin. Höhere Automation, Stichwort Industrie 4.0, und weniger Bauteile bei Elektroautos tragen zum Stellenabbau bei. Zumal das Herzstück, der Akku, nicht von den Autoherstellern gefertigt wird, sondern von Zulieferern kommt.

Während Diess wie ein Elefant durch den Porzellanladen poltert, schreibt sein Strategiechef schon mal ein Verfallsdatum auf die VW-Modelle.

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 Elektroauto: Eine Branche vor der ZerreißprobeDas Ende der Verbrenner 
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sanko 19. Jan 2019

Hat jemand eine Theorie wie man die Zuordnung an einem Messpunkt herausgefunden hat?

RvdtG 10. Jan 2019

Hat aber auch nur eine recht niedrige Anhängelast...

TheBad 09. Jan 2019

Es wird endlich Zeit, dass mal eine Firma Autonome Taxis rausbringt die mich zur Arbeit...

Clown 09. Jan 2019

Tatsächlich kann man das - überzogen natürlich - so sehen: Schließlich liegt die...



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