Aerodynamik hebt halbe Tonne Gewicht auf

Ohne virtuelle Außenspiegel liege der cw-Wert bei 0,28. Demnach bringt der schmale Außenspiegel nur eine zusätzliche Reichweite von fünf Kilometern. Ingesamt verbessere der E-Tron durch spezielle technische Maßnahmen seinen Luftwiderstandswert um 0,08 gegenüber einem konventionell angetriebenen Fahrzeug. Dies erhöhe die Reichweite um 40 Kilometer im WLTP-Zyklus. So senke sich die Karosserie des Fahrzeugs ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h beispielsweise um bis zu 26 Millimeter ab.

An der Front gibt es einen steuerbaren Kühllufteinlass, der die Luft nur durchlässt, wenn sie zur Kühlung benötigt wird. Um den gesamten aerodynamischen Reichweitengewinn durch Gewichtssenkung zu erzielen, hätten die Ingenieure mehr als eine halbe Tonne einsparen müssen, heißt es. Das Gesamtgewicht des E-Tron nannte Audi zunächst nicht. Der EQC und das Model X wiegen rund 2,5 Tonnen.

Zur höheren Reichweite dienst zudem der serienmäßige Effizienzassistent. Durch das Zusammenspiel der Systeme beschleunige und verzögere der E-Tron vorausschauend, wozu er Sensor- und Navigationsdaten sowie Verkehrszeichen auswerte. "Dabei regelt er automatisch das aktuelle Tempolimit, reduziert die Geschwindigkeit vor Kurven, bei Abbiegemanövern und an Kreisverkehren", teilte Audi mit.

Zwei Touch-Displays in Mittelkonsole

Der gegen Aufpreis erhältliche adaptive Fahrassistent kann die Längs- und Querführung auf Autobahnen bis zur Maximalgeschwindigkeit von 200 km/h selbstständig regeln. Das System erkenne Fahrbahnmarkierungen, Randbebauungen, Fahrzeuge auf Nebenspuren und vorausfahrende Fahrzeuge. Ebenso wie der neue A 8 ist der E-Tron darauf ausgelegt, einen sogenannten Staupiloten nutzen zu können. Bei diesem System, das im kommenden Jahr zugelassen werden könnte, übernimmt das Fahrzeug vollständig die Steuerung in bestimmten Stausituationen. Dazu ist ein Laserscanner unterhalb der Motorhaube angebracht.

Im Innenraum verfügt der E-Tron über ein digitales Armaturenbrett und zwei berührungsempfindliche Bildschirme in der Mittelkonsole. Die beiden hochauflösenden Displays - oben mit 10,1, unten mit 8,6 Zoll Diagonale - ersetzen laut Audi fast alle konventionellen Schalter und Regler. Auf dem oberen Display steuert der Fahrer das Infotainment, die Telefonie, die Navigation und spezielle E-Tron-Einstellungen. Das untere dient der Texteingabe und zur Steuerung von Komfortfunktionen und Klimatisierung.

Der E-Tron verfügt insgesamt über ein überzeugendes Gesamtkonzept, mit dem der Mercedes EQC derzeit wohl nur durch einen niedrigeren Anschaffungspreis konkurrieren könnte. Zudem ist der EQC erst vom Sommer 2019 an lieferbar. Obwohl die kostenpflichtige Reservierung von Audi erst auf kleineren Märkten wie der Schweiz und Österreich freigeschaltet wurde, sollen bereits 10.000 E-Tron bestellt worden sein. Beiden deutschen Herstellern mangelt es aber noch an einer guten Ladeinfrastruktur, um auf Langstrecken mit Tesla mithalten zu können. Ein "Vorsprung durch Technik" reicht bei Elektroautos nicht aus, wenn es noch einen großen Rückstand bei der Infrastruktur gibt. Die kommenden beiden Jahre könnten daher zeigen, ob in der elektrischen Oberklasse tatsächlich die Karten neu gemischt werden.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Audi an der Präsentation in San Francisco, USA, teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Audi übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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 Audi korrigiert Zahl der Ladestationen
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plutoniumsulfat 21. Sep 2018

Wobei man das doch eher selten macht.

berritorre 20. Sep 2018

Naja, es gibt wissenschaftler, die vertreten die Philosophie "Wissenschaft darf alles...

Kondom 20. Sep 2018

Na hoffentlich gibt es eine Option mit Schaltern und Reglern. Das Display hinterm...

thinksimple 20. Sep 2018

Du darfst eingefleischte SUV-Verachter nicht mit Fakten kommen. Da gehts nicht um Logik...



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