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Audi korrigiert Zahl der Ladestationen

Die Zahl von 200 Ionity-Stationen findet sich noch in der aktuellen Pressemitteilung, doch Audi-Manager Anno Mertens sprach in San Francisco nur von "mehr als 100 bis Ende 2018". Vor allem in Deutschland geht der Aufbau nur schleppend voran, gerade einmal eine einzige Station wurde in Betrieb genommen. Einem Zähler auf der Website zufolge gibt es in Europa derzeit neun Stationen, 14 sind im Aufbau. Selbst um die 100 zu erreichen, müssten bis zum Ende dieses Jahres jede Woche gut sechs Stationen in Betrieb genommen werden.

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Nicht viel anders sieht es in den USA aus. Dort profitiert Audi kurioserweise vom Dieselskandal, in dessen Folge Audi-Chef Stadler weiterhin in Untersuchungshaft sitzt. Denn der Volkswagen-Konzern hat mit den US-Behörden vereinbart, als eine Art Wiedergutmachung zwei Milliarden US-Dollar in den Aufbau einer Ladeinfrastruktur zu stecken. Dazu sollen bis Ende 2019 auch 484 Schnellladestationen gehören.

Kooperation mit Amazon in den USA

Der Aufbau dieser Stationen dürfte ein wichtiges Verkaufsargument sein, um überhaupt mit Tesla konkurrieren zu können. Allerdings muss die Volkswagen-Tochter Electrify America die Säulen auch mit Chademo-Steckern ausstatten und damit die Fahrzeuge der japanischen Konkurrenz wie Nissan mit Strom versorgen. Selbst Teslas könnten über einen Chademo-Adapter mit immerhin 50 kW an den VW-Säulen laden.

Eine weiteres Verkaufsargument: In Kooperation mit dem Onlinehändler Amazon will Audi in den USA Vertrieb und Installation von privaten Wallboxen organisieren. Dazu würden geprüfte Installateure ausgesucht. Ein ähnliches Konzept für die heimischen Lademöglichkeiten verfolgt Audi auch in Europa, allerdings ohne Kooperation mit Amazon. Vergangene Woche teilte Audi bereits mit, dass mit der neuen E-Tron-Ladekarte an mehr als 72.000 Ladepunkten in Europa geladen werden könne.

Um die geladene Energie möglichst effizient zu nutzen, hat Audi nach eigenen Angaben ein Rekuperationssystem entwickelt, das bis zu 30 Prozent zur Reichweite beiträgt. Dabei rekuperiert der E-Tron beim Bremsen bis zu einer Verzögerung von 0,3 g rein elektrisch über die E-Maschinen. Erst bei einer stärkeren Verzögerung kommen demnach die Radbremsen zum Einsatz. Bei einer Bremsung aus 100 km/h beispielsweise könne der E-Tron mit maximal 300 Nm und 220 kW elektrischer Leistung rekuperieren. "Das sind mehr als 70 Prozent seiner Antriebsleistung. So viel schafft kein anderes Serienmodell", teilte Audi mit. Der neue EQC soll laut Daimler mit bis zu 180 kW rekuperieren.

Geringer cw-Wert durch virtuelle Außenspiegel

Besser als beim EQC ist auch der cw-Wert des E-Tron, der bei 0,27 liegen soll. Dies erreicht Audi unter anderem dadurch, dass die Außenspiegel in die Fahrzeugtüren verlegt wurden. Laut Aerodynamik-Entwickler Stefan Dietz lassen sich bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h durch den Verzicht auf die traditionellen Außenspiegel etwa fünf Prozent an Energie sparen. Zudem würden die Windgeräusche reduziert. Auch Tesla-Chef Elon Musk deutete kürzlich an, dass der neue Roadster zur Verringerung des Luftwiderstands keine Außenspiegel haben könnte. Allerdings ist das in den USA derzeit noch nicht erlaubt.

  • Der neue Audi E-Tron soll Ende 2018 für 80.000 Euro auf den Markt kommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Audi präsentierte sein Ladekonzept im April 2018 m Siemens-Hochspannungsprüffeld in Berlin.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der E-Tron hat einen Lidar unter dem Kühlergrill, soll zunächst jedoch nicht über einen Staupiloten verfügen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Batterie wiegt 700 Kilogramm und hat in etwa die Größe eines Doppelbetts.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Leistungselektronik ist für einen Austausch leicht zugänglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Aluminiumkonstruktion soll die Batterie vor Beschädigungen schützen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladeklappe befindet sich auf der linken Seite neben der Fahrertür. Auf Wunsch ist eine weitere Klappe auf der rechten Seite bestellbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der E-Tron hat nur noch eine Kamera als Außenspiegel. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der neue Audi E-Tron soll Ende 2018 für 80.000 Euro auf den Markt kommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Unter anderem aus diesem Grund bietet Audi die elektronischen Außenspiegel derzeit nur als Extra an, das etwa 1.500 Euro kosten soll. Kritiker dieser neuen Technik behaupten auch, dass es ermüdender für die Augen sei, auf einen Monitor statt auf einen Spiegel zu schauen. Denn anders als beim Spiegel müssten die Augen beim Blick auf das Oled-Display neu fokussieren. Laut Audi haben die elektronischen Spiegel jedoch den Vorteil, bei Regen und Dunkelheit eine bessere Sicht zu ermöglichen. Zudem verfügt das System über eine zweite Kamera, mit der sich die Bordsteinkante im Display anzeigen lässt.

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plutoniumsulfat 21. Sep 2018

Wobei man das doch eher selten macht.

berritorre 20. Sep 2018

Naja, es gibt wissenschaftler, die vertreten die Philosophie "Wissenschaft darf alles...

Kondom 20. Sep 2018

Na hoffentlich gibt es eine Option mit Schaltern und Reglern. Das Display hinterm...

thinksimple 20. Sep 2018

Du darfst eingefleischte SUV-Verachter nicht mit Fakten kommen. Da gehts nicht um Logik...

JackIsBlack 19. Sep 2018

Eine Erkenntnis der eigenen Schwächen ist der erste Schritt zur Besserung. Schön, dass...


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