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Elektroauto: Daimler kauft Akkuzellen für 20 Milliarden Euro

Akkus gelten als die Schlüsselkomponente eines Elektroautos. Die Frage ist: Produzieren die Automobilhersteller die Zellen selbst, oder kaufen sie sie zu? Daimler hat sich für die zweite Variante entschieden und sich den Nachschub für das kommende Jahrzehnt gesichert.

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Concept EQA von Mercedes (auf der IAA 2017): Forschung für Post-Lithium-Ionen-Systeme
Concept EQA von Mercedes (auf der IAA 2017): Forschung für Post-Lithium-Ionen-Systeme (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Kaufen oder bauen? Während es immer wieder Forderungen gibt, die Zellen für Autoakkus in Deutschland oder in zumindest in Europa zu produzieren, hat sich der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler darauf festgelegt, weiterhin die Zellen von Zulieferern zu beziehen.

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Daimler habe Akkuzellen für über 20 Milliarden Euro bestellt, die bis zum Jahr 2030 geliefert werden sollen, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. "Nach Milliarden-Investitionen in die Entwicklung der Elektro-Flotte und den Ausbau unseres globalen Batterienetzwerks gehen wir jetzt den nächsten Schritt." Damit werde der "Wandel hin zur elektrischen Zukunft unseres Unternehmens" konsequent vorangetrieben.

Wer die Zellen liefert, hat Daimler nicht mitgeteilt. Produziert würden sie derzeit in Asien und Europa sowie in Zukunft auch in den USA. Der Autobauer will die Akkus jedoch weiterhin selbst montieren - darin sieht Daimler seine "Kernkompetenz". Dazu investiert der Konzern über eine Milliarde Euro in einen globalen Akku-Produktionsverbund, der aus aus acht Fabriken auf drei Kontinenten bestehen wird.

Die erste dieser Fabriken ist in Kamenz in Sachsen in Betrieb. In wenigen Wochen wird dort in einer weiteren Fabrik die Produktion anlaufen. Weitere Produktionsstätten sollen in Stuttgart-Untertürkheim, in Sindelfingen, Peking, Bangkok und in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama gebaut werden.

Daimler investiert aber nicht nur die Akkufertigung, sondern auch in die -forschung: Zum einen geht es darum, die aktuellen Lithium-Ionen-Akkus zu verbessern. Zum anderen beschäftigt sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit der "Erforschung der nächsten Generation von sogenannten Post-Lithium-Ionen-Systemen."

Bis Mitte der 2020er-Jahre sollen Elektroautos 15 bis 25 Prozent der abgesetzten Fahrzeuge ausmachen. Bis 2022 will Mercedes 130 elektrifizierte Varianten seiner Autos auf dem Markt haben. Hinzu kommen elektrische Transporter, Busse und Lkw. Mit den jetzt abgeschlossenen Lieferverträgen stelle das Unternehmen "die Versorgung des globalen Batterie-Produktionsverbundes heute und künftig mit den jeweils neuesten Technologien sicher", sagte Wilko Stark, Chef des Einkaufs bei Mercedes.

Mercedes ist nicht der einzige Hersteller, der langfristige Lieferverträge mit Produzenten von Akkuzellen abgeschlossen hat. BMW etwa hat sich für den chinesischen Hersteller CATL entschieden. VW kooperiert mit mehreren Herstellern, darunter LG Chem, Samsung SDI und CATL. VW-Chef Herbert Diess hat aber auch angekündigt, dass der Konzern künftig selbst Akkuzellen produzieren werde.



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Anonymer Nutzer 13. Dez 2018 / Themenstart

Und? Mit einer "Batterie", die Deutschland längst in Betrieb hat, könnte man den...

Saschimihh 12. Dez 2018 / Themenstart

Ich habe mit eigenen Augen einen Verbrenner sich entzünden gesehen, nachdem er stumpf...

MarkusXXX 12. Dez 2018 / Themenstart

Gewinn/Fahrzeuge vom VW-Konzern (da gehören natürlich Audi und Skoda mit dazu): 2016: 7...

Kay_Ahnung 12. Dez 2018 / Themenstart

Es ist ziemlich egal ob die EU-Regierungen die Subventionen einkassieren. 1. Die...

Eheran 12. Dez 2018 / Themenstart

Zellfertigung und der zusammenbau der Zellen zu einer Batterie sind 2 paar Schuhe. Die...

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