Elektroauto: Daimler beendet Kooperation mit Tesla

Der Ausstieg von Daimler bei Tesla Motors ist komplett. Nach dem Verkauf der Firmenanteile soll der US-Elektroautohersteller künftig auch keine Akkus oder Antriebsstränge mehr liefern.

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Kooperation zwischen Daimler und Tesla: die elektrisch angetriebene B-Klasse
Kooperation zwischen Daimler und Tesla: die elektrisch angetriebene B-Klasse (Bild: Daimler)

Der deutsche Autohersteller Daimler will bei der Entwicklung von Elektroautos künftig nicht mehr mit dem US-Anbieter Tesla Motors kooperieren. "Wir haben mit der B-Klasse Electric Drive ein hervorragendes Projekt mit Tesla und arbeiten sehr gut mit den Kollegen zusammen. Folgeprojekte sind aber derzeit nicht geplant, weil wir uns in Zukunft hervorragend selbst versorgen können", sagte Harald Kröger, Entwicklungschef für Elektrofahrzeuge bei Mercedes, der Automobilwoche auf dem Genfer Automobilsalon. Damit habe der Konzern erstmals offiziell den endgültigen Ausstieg bei Tesla bestätigt.

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Daimler hatte die Elektroversion der B-Klasse zusammen mit Tesla entwickelt. Tesla liefert dabei wichtige Komponenten für das Auto, darunter den Akku und den Antriebsstrang. Die Reichweite für den zunächst nur in den USA verkauften B 250 e liegt je nach Fahrzyklus bei rund 200 Kilometern. Für 100 Kilometer Reichweite beträgt die Ladedauer bei einem Starkstromanschluss weniger als 90 Minuten.

Zetsche kündigt neue Elektroautos an

Mit dem Verzicht auf weitere Kooperationen endet das Engagement Daimlers bei dem kalifornischen Startup von Internetmilliardär Elon Musk. Die Stuttgarter hatten im Mai 2009 zunächst einen Anteil von knapp zehn Prozent an dem Elektroautohersteller übernommen. 40 Prozent davon hatte Daimler aber kurz darauf an das Investment-Unternehmen Aabar aus Abu Dhabi weiterverkauft. Im Oktober 2014 hatte Daimler dann die restlichen Anteile für rund 780 Millionen US-Dollar abgestoßen.

Daimler-Chef Dieter Zetzsche hatte auf dem Genfer Automobilsalon angekündigt, stark in den Ausbau der Elektromobilität investieren zu wollen. Laut Automobilwoche will der Autobauer spätestens 2018 neue Elektromodelle mit deutlich größeren Reichweiten als bisher auf den Markt bringen. Dazu zähle auch ein Geländewagen auf Basis des GLC, der mit einer Batterieladung 500 Kilometer weit kommen solle. Zudem wolle Daimler die Batteriefertigung im sächsischen Kamenz deutlich ausweiten. Im Sommer 2017 solle die neue Fabrik mit der Fertigung beginnen, berichteten lokale Medien.

Model 3 wird offenbar Ende März präsentiert

Tesla selbst will sein neues Elektroauto offenbar Ende des Monats vorstellen. Auf einer Veranstaltung am 31. März in Los Angeles solle das Model 3 präsentiert werden, berichtete Motorauthority.com. Zudem nehme Tesla von diesem Tag an Bestellungen in seinen Verkaufsfilialen entgegen. Im Internet beginne der Verkauf am 1. April 2016. Der neue Tesla soll deutlich günstiger als die bisherigen Modelle werden. Der Basispreis liegt dem Hersteller zufolge bei 35.000 Euro.

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Permanente Steigung: Wenn man 1 Stunde mit 120km/h und einer permanenten Steigung von 8...

DrWatson 09. Mär 2016

Und dann? Wenn sie etwas erforscht haben, aber Konkurrenz zum Status Quo nicht erlaubt ist?

Eheran 08. Mär 2016

Und wie kommst du an derartige Interna von BMW? Kennst du den Preis von Kohlefasern?

ChMu 07. Mär 2016

Sagt niemand, aber einer der wichtigsten Maerkte der Welt. Dieser Thread war sehr wohl...


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