Elektroauto: Dacia Spring komplett überarbeitet
Dacia stellt offiziell die zweite Generation des Spring vor. Das rein elektrische Auto, bei preisbewussten europäischen Käufern längst ein vertrauter Name, behält die Identität seines Vorgängers bei, erfährt aber eine umfassende Weiterentwicklung.
Wie der Hersteller mitteilt(öffnet im neuen Fenster), baut sich der neue Spring auf der neuen RG-EV-Small-Plattform des Renault-Konzerns auf. Auf dieser Basis wird auch der kompakte Renault Twingo gebaut. Beim Spring handelt es sich nicht um ein einfaches Facelift, sondern um eine Neuentwicklung von Grund auf. Das Fahrzeug misst 3,85 Meter in der Länge und ist dabei rund 15 Zentimeter länger als der Vorgänger, während die Breite um 18 Zentimeter auf 1,74 Meter zulegt, was mehr Platz im Innenraum bedeutet.
Der Einstiegspreis liegt bei etwa 18.000 Euro, womit der Spring zu den erschwinglichsten Elektroautos in seinem Segment gehören dürfte. Produziert wird das Modell im slowenischen Werk Novo Mesto und nicht mehr in China. In einigen europäischen Ländern wie Frankreich ist er somit wieder förderfähig.
Design und Plattform-Technik
Optisch tritt der neue Spring mit geometrischen, klar strukturierten Formen auf, ergänzt durch schwarze Elemente zwischen den Scheinwerfern und den Rückleuchten. Zur Wahl stehen die Farbtöne Agave, Schiefergrau, Diamantschwarz und Gletscherweiß. Im Innenraum ziehen horizontale Linien über das Armaturenbrett, das von praktischen Ablagemöglichkeiten ergänzt wird.
Serienmäßig verbaut ist ein 7-Zoll-Instrumentendisplay, wahlweise ein 10,1-Zoll-Touchscreen, je nach Ausstattungslinie. Im Innenraum bietet der Spring vier Sitzplätze. Der Kofferraum fasst 337 Liter und bis zu 1.283 Liter bei umgeklappter Rückbank. Ein zweiteiliger, herausnehmbarer Ladeboden ermöglicht zusätzliche Unterteilung. Eine Besonderheit bietet Dacia optional: einen Front-Kofferraum (Frunk) mit 18 Litern als Aufbewahrungsort für das Ladekabel. Zudem ist der Spring mit 22 Assistenzsystemen ausgestattet.
Die Leistungsdaten zeigen, dass es sich hier nicht um ein Langstreckenfahrzeug handelt: Der Elektroantrieb leistet 60 kW (rund 80 PS) bei einem Drehmoment von 175 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll in 12,1 Sekunden gelingen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h.
Akku, Reichweite und Laden
Der neue Dacia Spring arbeitet mit einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit einer nutzbaren Kapazität von 27,5 kWh. Laut Herstellerangaben liegt die Reichweite im kombinierten WLTP-Zyklus bei bis zu 250 Kilometern. Das ist für Städter durchaus ausreichend, wobei in der Realität häufig noch 20 Prozent abgezogen werden müssen.
Beim Laden gibt es gestaffelte Optionen. Serienmäßig lädt ein 6,6-kW-AC-Ladegerät den Akku; ein optionales Schnelllade-Paket fügt eine 11-kW-AC-Ladung sowie 50 kW Gleichstrom-Ladung hinzu. Herstellerschätzungen zufolge dauert das Laden von 15 auf 80 Prozent an einer Haushaltssteckdose rund neun Stunden und mit 50-kW-DC-Schnellladung etwa 28 Minuten.
Zur Serienausstattung aller Ausstattungslinien gehören ein digitales Kombiinstrument, eine elektrische Feststellbremse und eine Einparkhilfe hinten. Die höherwertige Ausstattungslinie Journey ergänzt das Fahrzeug mit einer Freisprecheinrichtung sowie einer Rückfahrkamera.
Bei der Konnektivität gibt es zwei Systeme: Media Control, serienmäßig in der günstigsten Version Expression, nutzt das Smartphone des Fahrers und eine Dacia-App. Das spart Geld. Media Nav Live, Standard in der Journey-Ausstattung, bietet einen 10,1-Zoll-Touchscreen, kabellose Apple-Carplay- und Android-Auto-Anbindung sowie Navigation mit Diensten wie Ladereiseplanung und Vorabklimatisierung.
Das Fahrzeug kann ab Mitte September 2026 bestellt werden und soll noch im Dezember 2026 aufgeliefert werden.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

